«Wirtschaftserholung geht weiter»

Kurven deuten aufwärts: Claude Maurer, der Chefökonom Schweiz der Credit Suisse, bei seinem Referat am Wirtschaftsapéro im Stapferhaus. Foto: Fritz Thut
Kurven deuten aufwärts: Claude Maurer, der Chefökonom Schweiz der Credit Suisse, bei seinem Referat am Wirtschaftsapéro im Stapferhaus. Foto: Fritz Thut

Wirtschaftsapéro Nach einem einjährigen Unterbruch luden der Gewerbeverein Lenzburg und Umgebung und die Grossbank Credit Suisse (früher unter dem Namen Neue Aargauer Bank) zum Wirtschaftsapéro ins Stapferhaus.

«Wir möchten die Tradition wieder aufnehmen und heute einen wirtschaftlichen Ausblick wagen», hielt Hans Nauer, Leiter Firmenkunden Aarau/Lenzburg/Zofingen der Credit Suisse, in seiner Begrüssung fest. «Es ist eine grosse Freude, wieder physisch zusammenzukommen», so Gewerbevereinspräsident Erich Renfer. Für ihn bildete der zehnte Wirtschaftsapéro sowohl ein Jubiläum als auch einen Schlusspunkt, gibt er doch sein Amt im nächsten Jahr ab.

Stadtrat Andreas Schmid überbrachte als designierter Vizeammann und Finanzminister die Grüsse der Stadt: «Lenzburg hat viel vor», blickte er voraus: «In den nächsten fünf Jahren sind Investitionen in der Höhe von 55 Millionen Franken geplant.»

Optimistischer Ausblick

Im Zentrum des Netzwerk-Anlasses stand der Vortrag von Claude Maurer, dem Chefökonomen Schweiz der Credit Suisse. Anhand verschiedenster Tabellen und Kurven analysierte er die aktuelle Wirtschaftssituation und machte den anwesenden Unternehmern und Gewerblern Mut für die nächste Coronaphase: «Die Wirtschaftserholung geht weiter. Um das vorauszusagen, muss man kein grosser Experte sein.»

Arbeitslosigkeit im Sinkflug, mehr Geld in den Portemonnaies der meisten Haushalte als vor der Pandemie sind gute Indizien. Einige Sandkörner im Getriebe entdeckte Maurer gleichwohl: Die globalen Lieferketten normalisieren sich nur langsam und der Franken wird stark bleiben. Beim Apéro konnte auf die guten Aussichten angestossen werden. (tf)

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