Diese Wahl, sie gehörte ihm: Andreas Schmid

Stadtrat Andreas Schmid (FDP) wurde nicht nur mit dem besten Ergebnis in den Stadtrat wiedergewählt, sondern schaffte auch im ersten Wahlgang direkt die Wahl zum Stadtammann.

Andreas Schmid schaffte den Sprung ins Präsidium beim ersten Anlauf.Foto:  Linda Villiger
Andreas Schmid schaffte den Sprung ins Präsidium beim ersten Anlauf.Foto: Linda Villiger

Andreas Schmid ist ein stetiger Aufsteiger. Seit 2018 ist er Mitglied des Stadtrats, seit 2022 amtet er als Vizeammann. Letztes Jahr wurde er in den Grossen Rat gewählt. Ab der nächsten Legislatur wirkt er im Amt des Stadtammanns. Obwohl er den Titel nicht lange tragen wird. Durch die neue Gemeindeordnung soll der «Ammann» verschwinden und neu «Präsident» heissen.

Bei Politikern gilt der zukünftige «Stadtpräsident» als zuverlässiger Macher, bei der Bevölkerung als geradlinig und Medien kennen ihn als transparent, flexibel und von grossem politischem Gespür. Die kommenden Herausforderungen Lenzburgs will er gerne anpacken. Er vertraut auf Politik und Verwaltung.

«Wir müssen spürbarer sein»

Andreas Schmid wird neu für die präsidialen Belange der Stadt verantwortlich sein. Das ist mehr als Präsenz und Repräsentation. Es beinhaltet auch das Leiten der stadträtlichen Sitzungen und eine übergeordnete Rolle in der Verwaltung und mehrere Einsitze in Stiftungen. Das Stadtratsgremium kennt er gut. Drei der vier anderen Räte sind Bisherige. Trotzdem werde er den Stadtrat auf seine Weise führen, wie er erklärt: «Wir müssen spürbarer werden. Mehr wahrgenommen, wenn man so will.» Ebenfalls sei sein Anspruch ans Gesamtgremium, noch mehr miteinander zusammenzuarbeiten, sich auf gemeinsame Ziele zu einigen und diese zielgerichtet zu verfolgen. Die Ressorts hätten viele Schnittstellen. Da müsse man Synergien nutzen. «Die Weiterentwicklung Lenzburgs darf nicht von Einzelpersonen abhängig sein», so der Liberale.

Lenzburg ist als Bezirkshauptort in einer besonderen Position. Zum einen führt die Stadt viele wichtige Stränge zusammen, zum anderen gebe es auch hier Eigeninteressen zu wahren. Es gebe Schritte, die man besser gemeinsam nehmen würde. Hier soll die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden forciert werden. Trotzdem: «Um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, müssen wir verwaltungstechnisch effizienter werden und uns weiterentwickeln. Bei Routineaufgaben gilt es, digitale Lösungen zu finden», sagt er. Bei Expertisen-Aufgaben soll Fachpersonal eingesetzt werden. Insbesondere bei diesen Aufgaben müssen Synergien mit anderen Gemeinden geprüft werden. Er schaut zuversichtlich in die Zukunft, kennt er die Stadt doch wie seine Westentasche.

Es war ein fairer Wahlkampf

Rückblickend bezeichnet Andreas Schmid den Wahlkampf als «fair». Trotzdem ist er froh, dass es vorbei ist. «Es war intensiv. Aber ich glaube, den Kandidierenden ist es gelungen, einen sauberen Wahlkampf zu führen», meint er. Weniger Freude habe er an einigen Leserbriefen gehabt. Es mache doch mehr Sinn, sich an den Stärken der Kandidaten zu orientieren, anstatt sie anzugreifen, ist er überzeugt. Er bedankt sich bei den Wählerinnen und Wählern, der Partei und – last but not least – seiner Familie, die ihm stets den Rücken freihält.

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