«Weiter entwickeln und den Charakter behalten»

BNO-Revision Am 26. Oktober entscheidet der Einwohnerrat über die revidierte Bau- und Nutzungsordnung (BNO) der Stadt. Das massgebliche Planungsinstrument für das künftige Gesicht der Stadt biegt damit auf die Zielgerade.

Die BNO entscheidet mit über das künftige Bild: Blick auf Lenzburg vom Schloss. Foto: Chris Iseli
Die BNO entscheidet mit über das künftige Bild: Blick auf Lenzburg vom Schloss. Foto: Chris Iseli

Nach der Einwohnerratssitzung mit schwergewichtigen Traktanden ist vor der Einwohnerratssitzung mit schwergewichtigen Traktanden. Am 26. Oktober berät das Stadtparlament über die BNO-Gesamtrevision.

Dieses substanzielle Planwerk, das regelt, wo im Stadtgebiet welche Bauregeln gelten, wurde 2015 mit der ersten Krediterteilung angestossen und soll jenes aus dem Jahr 1997 ersetzen. Damit wird zwar der üblicherweise empfohlene Rhythmus von 15 Jahren massiv überschritten, aber in einer Stadt sind die Abläufe weniger gradlinig als in kleinen Dörfern.

«Es war ein langer Prozess, den wir nun hoffentlich zum Abschluss bringen können», so Stadtammann und Baudirektor Daniel Mosimann an einer Medienorientierung. Die 2021 eingesetzte Spezialkommission mit Mitgliedern des Einwohnerrats brachte nochmals neue Lösungsansätze ans Licht.

Die Lenzburger Bevölkerung konnte sich im Mitwirkungsverfahren und bei zwei öffentlichen Auflagen in den Prozess einbringen. Aufgrund von 34 verschiedenen Einwendungen wurden noch gewisse Anpassungen vorgenommen: «Wir haben das gemacht, was möglich ist», so Mosimann. Eine BNO, mit der alle hundertprozentig zufrieden sind, gibt es wohl nicht.

Erhalten von Quartierstrukturen

Gemäss den neuen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Kantonsebene ist auch die Stadt Lenzburg gehalten, gegen innen zu verdichten. Dies soll jedoch differenziert geschehen. «Es soll eine Balance bestehen zwischen verdichten und erhalten der Strukturen», so Christoph Schnegg, Abteilungsleiter Stadtplanung und Hochbau sowie BNO-Projektleiter. «Quartiere mit erhaltenswerten Strukturen sollen bewahrt werden», heisst es in den Unterlagen.

Ganz generell, so der Stadtammann, soll sich die Stadt «weiter entwickeln und den Charakter bewahren». Die neue BNO und die damit einhergehenden Pläne, Verordnungen und Reglemente rechnen mit einer Einwohnerzahl von 12000 im Planungshorizont, was wohl eher konservativ berechnet ist.

Interessant sind auch die Ausklammerungen: Gebiete, die von dieser Gesamtrevision nicht betroffen sind. Dies ist im West das für die Kantonsschule vorgesehene Zeughausareal und das benachbarte Artozareal sowie zentraler «Kleinvenedig und Mülimärt», wo vor allem noch keine Lösung für eine Verkehrserschliessung aufgezeigt werden kann.

Bis zum Inkrafttreten der neuen BNO geht es noch Monate oder Jahre, je nach- dem, wie das Stimmvolk, kantonale Behörden und allenfalls Gerichte umstrittene Fragen regeln.

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