Swisscom nutzt als sechster Anbieter das Lenzburger Glasfasernetz

Lenzburg Die SWL Energie AG und die Swisscom vereinbaren für das Netz in Lenzburg eine Glasfaser-Partnerschaft.

Kooperation vereinbart: Die Verantwortlichen von Swisscom und SWL Energie AG nach der Vertragsunterzeichnung. Foto: zvg
Kooperation vereinbart: Die Verantwortlichen von Swisscom und SWL Energie AG nach der Vertragsunterzeichnung. Foto: zvg

Swisscom investiert in das Lenzburger Glasfasernetz. Dazu gehen Swisscom und die SWL Energie AG eine langfristige Partnerschaft ein. Den Vertrag für diese Fiber-to-the-Home-Kooperation haben Firmenverantwortliche gestern Mittwoch unterzeichnet. Somit kann die Lenzburger Bevölkerung beim schnellen Internet nun bereits zwischen sechs Anbietern wählen.

Um beim schnellen Internet die benötigte Kapazität zu erreichen, lösen Glasfasern die bisherigen Kupfernetze ab. Mit ihrer Netzstrategie 2025 will die Swisscom den Ausbau weiter beschleunigen und noch deutlich mehr Kunden Glasfaserprodukte anbieten.

In Lenzburg braucht Swisscom dazu keine eigene Glasfaserinfrastruktur aufzubauen. Denn die SWL Energie AG hat bereits ein flächendeckendes Glasfasernetz erstellt und die Gebäude in Lenzburg mit jeweils zwei Glasfasern pro Wohnung erschlossen. Die eine davon nutzt die SWL Energie AG selbst und stellt sie Providern zur Verfügung.

Durch dieses Co-Investment erhält Swisscom nun ein langfristiges, exklusives Nutzungsrecht für die zweite Glasfaser. Voraussichtlich ab Herbst bietet Swisscom der Bevölkerung Produkte für Internet, TV und Festnetz über das Lenzburger Glasfasernetz an.

Grundsatz der offenen Netze

«Mit der Zusammenarbeit mit SWL Energie AG sorgen wir für eine optimale Auslastung ihres Glasfasernetzes und tragen so zur Wirtschaftlichkeit der Infrastruktur bei», sagt Sven Guyer, Senior Projekt Manager von Swisscom. Mittelfristig soll das bestehende Swisscom-Kupfernetz durch das Lenzburger Glasfasernetz ersetzt werden.

Mit ihrer Partnerschaft und der nun unterzeichneten Vereinbarung bekräftigen Swisscom und die SWL Energie AG den Grundsatz der offenen Netze. Die Glasfasertechnologie soll die Konkurrenz bei den Internetprodukten fördern, nicht aber bei der Infrastruktur.

«Parallele Glasfasernetze machen keinen Sinn, weil sie zu höheren Gesamtkosten und einer stärkeren Belastung der Bevölkerung durch Bauarbeiten führen», sagt Gian von Planta, Leiter Anlagen und Netze der SWL Energie AG. «Eine partnerschaftliche Nutzung, wie wir sie nun mit Swisscom vereinbart haben, bietet hingegen Vorteile für alle Beteiligten.»

Für die Bevölkerung in Lenzburg bedeutet die Kooperation von Swisscom und der SWL Energie AG gute Neuigkeiten: Mit Swisscom bietet ein weiterer attraktiver Provider Glasfaserprodukte auf dem SWL-Glasfasernetz an. Somit stehen nun bereits sechs Anbieter zur Auswahl. Neben Swisscom sind dies iWay, Netrics, Salt, Sunrise und Yetnet/Quickline. Selbstverständlich können noch mehr Provider das Glasfasernetz für ihre Angebote nutzen.(pd/swl)

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