Schweizer Uraufführung aus der Feder eines Lenzburger Komponisten

Kultur Ein eigenes komponiertes Lied hat nicht jeder. Die Lenzburger Kantorei zusammen mit dem Kirchenchor Liturgia neuerdings schon. Zu hören sein wird es an zwei Konzerten im Juni.

Gelungene Zusammenarbeit: Florian Zaunmayr, Chorleiter Kirchenchor Liturgia, mit Kristine Jaunalksne, Chorleiterin Lenzburger Kantorei, und Komponist Grimoaldo Macchia.Foto: Romi Schmid
Gelungene Zusammenarbeit: Florian Zaunmayr, Chorleiter Kirchenchor Liturgia, mit Kristine Jaunalksne, Chorleiterin Lenzburger Kantorei, und Komponist Grimoaldo Macchia.Foto: Romi Schmid

Noch rund zwei Wochen sind es bis zur grossen Premiere. Dann steht die Uraufführung des Stückes «Psalm 100» von Grimoaldo Macchia, einem der gefragtesten Arrangeure, Organisten und Komponisten seiner Zeit, an. Dirigiert wird es von Florian Zaunmayr, Chorleiter Kirchenchor Liturgia. «Ich dachte, dass es toll wäre, wenn wir ein Stück hätten, das eigens für uns komponiert worden ist», sagt er. Sein Anliegen trug er vor rund einem Jahr dem seit vier Jahren in Lenzburg wohnhaften römischen Komponisten Grimoaldo Macchia vor, der sich von der Idee begeistert zeigte.

Für das Drei-Generationen-Konzert der Lenzburger Kantorei, des Barockorchesters La Compagna und des Kirchenchors Liturgia schrieb der 1972 in Rom geborene Komponist eigens eine Vertonung von Psalm 100.

Klangvolle Vertonung

Psalmen sind Texte aus dem Alten Testament. Sie stellen die gesamte Bandbreite der Emotionen des Menschen dar. Von jubelnder Gottesfreude über Gott als Krieger bis hin zur bitteren Klage ist die gesamte Erfahrungswelt zwischen Gott und Mensch vertreten.

«Die sprachliche Kraft der Psalmen lässt sich durch die lautmalerische Musik der Barockzeit besonders gut darstellen», erklärt Macchia. Als Dankpsalm habe sich Psalm 100 wunderbar für die Auftragskomposition geeignet. «Das Stück steckt voller Energie, ist lebhaft und heiter. Es gibt aber auch ruhige, besinnliche Momente, die dem Werk einen ganz besonderen Zauber verleihen», sagt er.

Das Werk wird, gemeinsam mit Werken von Antonio Vivaldi (Gloria, Magnificat) am 16. Juni in der Stadtkirche Lenzburg und am 17. Juni im Festsaal Kloster Muri aufgeführt. Rund 100 Sänger der Lenzburger Kantorei und des Kirchenchors Liturgia werden dabei gemeinsam auf der Bühne stehen. Die jüngsten Sänger werden gerade mal sechs Jahre alt sein, die ältesten über achtzig. Ein dynamisches Drei-Generationen-Konzert unter der Leitung von Florian Zaunmayr. Begleitet werden die beiden Chöre vom Barockorchester La Compagna, einem Ensemble bestehend aus hochkarätigen, in der Schweiz tätigen Berufsmusikern, die sich auf historische Instrumente spezialisiert haben.

Kristine Jaunalksne, Chorleiterin der Lenzburger Kantorei, sagt: «Gemeinsam zu musizieren, mit anderen Chören und Sängern gemeinsame Sache zu machen, ist selten geworden in der heutigen Zeit. Das macht das Projekt so besonders. Wir wollen das Gemeinsame stärken, die Gemeinschaft wieder in den Vordergrund rücken.» Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Chöre für ein gemeinsames Konzert zusammenspannen: Bereits 2015 begaben sich die Lenzburger Kantorei und der Kirchenchor Liturgia mit «Der faule Edwin» auf eine gemeinsame musikalische Entdeckungsreise. Die Konzerte damals waren ein voller Erfolg – an diesen möchten die beiden Chöre im Juni anknüpfen. «Die letzten Vorbereitungen laufen, die Vorfreude auf das Konzert ist bei allen gross. Und: Wir hoffen auf viele Gäste», verrät Zaunmayr.

Vivaldi für 3 Generationen mit Schweizer Uraufführung: Freitag, 16. Juni, 19.30 Uhr, Stadtkirche Lenzburg und Samstag, 17. Juni, 19 Uhr, Festsaal Kloster Muri. Tickets unter www.eventfrog.ch und an der Abendkasse.

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