Lenzburg nimmt Abschied von Hanspeter Schatzmann

Nachruf Hanspeter Schatzmann war leidenschaftlicher Gastronom, Reiter, Golfer, Gründungsmitglied des Lions- Clubs, langjähriger Pfarrer der Freischaren am Jugendfest, Familien- und Lebemensch. Und vor allem war er mit ganzem Stolz Lenzburger. Am 18. Januar ist er im Alter von 81 Jahren gestorben.

Hanspeter Schatzmann, ehemaliger «Ochsen»-Wirt, aus Lenzburg ist im Alter von 81 Jahren gestorben.Foto: zvg
Hanspeter Schatzmann, ehemaliger «Ochsen»-Wirt, aus Lenzburg ist im Alter von 81 Jahren gestorben.Foto: zvg

Hanspeter Schatzmann wirtete, genoss und reiste – und er lebte für die Stadt Lenzburg. Im Januar ist er im Alter von 81 Jahren gestorben. Erstmals bekannt wurde Hanspeter Schatzmann in Lenzburg seinerzeit mit seinem schönen Auto – doch dabei ist es nicht geblieben. Er absolvierte seine Lehre als Koch in Genf, wo er als Aargauer die beste Lehrabschlussprüfung des welschen Kantons erzielte. Danach zog es ihn in die USA, wo er an vielen Orten Gastronomieerfahrung gesammelt hat: Er kochte in New York, Hollywood und auf Hawaii. Nach seiner Rückkehr übernahm er mit 26 Jahren den «Ochsen» von seinen Eltern und gründete einen Meilenstein für die Stadt: mit der «Satteltasche» eröffnete er die erste Bar Lenzburgs.

Mit seiner Frau Vreni führte er beide Betriebe bis 2001, bevor sie den «Ochsen» an die vierte Generation weitergaben – an ihren Sohn Chris Schatzmann und dessen Frau Madeleine. «Ein absoluter Glücksfall. So habe ich immer etwas Gutes zu essen», witzelte er vor zwei Jahren an der Jubiläumsausgabe von «Lenzburg persönlich».Gutes Essen gehörte für ihn zum Leben dazu, genau wie ein Glas Wein – ein Bursinel oder auch ein Tropfen seines eigenen Brestenberger Rebberges. Hanspeter Schatzmann war einer, der sein Leben in vollen Zügen genoss, der bis zuletzt offen blieb für andere Menschen, andere Länder, deren Kulinarik und Kultur. Der sich an den Schönheiten des Lebens, an Gesellschaft und an guten Gesprächen stets erfreute.

Im Nachruf, den die «Aargauer Zeitung» 1977 zum Tod seines Vaters Hans veröffentlichte, heisst es: «In seiner Familie hinterlässt er eine unausfüllbare Lücke. Gattin, Kinder und Enkel trauern um den treubesorgten Gatten und Vater, viele Freunde und Bekannte um einen lauteren Menschen, mit dem es gut und schön gewesen wäre, noch Jahre des Lebens in Treue verbunden zu bleiben.»

Diese Worte treffen auch auf seinen Sohn Hanspeter Schatzmann zu. Mit ihm verlieren seine Familie und seine Freunde, aber auch Lenzburg eine starke Persönlichkeit, die das Leben seiner Mitmenschen massgeblich und positiv prägte. Sein Engagement und sein Lebenswerk wirken in der Stadt, die ihm so am Herzen lag, über seinen Tod hinaus. (mel)

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