Hypothekarbank Lenzburg wächst deutlich trotz schwieriger Zinslage

2025 war ein gutes Jahr für die Hypothekarbank.Foto: Raphaël Dupain
2025 war ein gutes Jahr für die Hypothekarbank.Foto: Raphaël Dupain

Hypothekarbank Erfreuliches für die Aktionäre und Anleger: Die Hypothekarbank hat im Geschäftsjahr 2025 stark zugelegt. Ein hoher Zufluss von Kundengeldern und wachsende Erträge ausserhalb des Zinsgeschäfts sorgten dafür, dass die Bank trotz sinkender Zinsen ein stabiles Ergebnis erzielte.

Die Bilanzsumme des Stammhauses stieg um über 14 Prozent auf 8,3 Milliarden Franken und erreichte damit einen historischen Höchststand. Der Zufluss von Kundengeldern ermöglichte den Aufbau von Liquiditätspositionen und bankeigenen Anlagen. Auch die Open-Banking-Partnerschaften entwickelten sich erneut positiv und trugen zum Wachstum bei. Die Strategie geht auf.

Leitzinssenkungen machten sich auch bei der Hypi bemerkbar

Doch nicht alles war positiv. Das herausfordernde Zinsumfeld zeigte sich klar im Zinsgeschäft. Der Bruttoerfolg sank um 12,4 Prozent oder 10,2 Millionen Franken auf 72 Millionen Franken. Hauptgrund waren die Leitzinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank. Zusätzlich wirkte sich eine gezielte Drosselung bei der Kreditvergabe aus, was sich in einem leichten Rückgang der Hypothekarforderungen niederschlug. Die Vergabepolitik erfolgte aus strategischen Überlegungen. Gleichzeitig zahlte sich die Diversifikationsstrategie der Bank weiter aus. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft resultierte ein überdurchschnittliches Ertragswachstum von rund 18 Millionen Franken.

Dieses Plus war vor allem auf den Erfolg in der Vermögensverwaltung sowie auf das Geschäft mit externen digitalen Vermögensverwaltern zurückzuführen. Die Kundendepotvolumen nahmen im Jahresverlauf um rund 30 Prozent auf 3,8 Milliarden Franken zu.

Auch beim übrigen ordentlichen Erfolg erzielte die Bank eine Steigerung. Realisierte Gewinne aus Finanzanlagen profitierten von der positiven Börsenentwicklung. Zusätzlich wuchsen die Erträge aus dem Open-Banking- und dem Informatikgeschäft im zweistelligen Prozentbereich. Insgesamt erhöhte sich der übrige ordentliche Erfolg um 43 Prozent auf 17,2 Millionen Franken.

Unter dem Strich erreichte der Geschäftsertrag des Stammhauses mit 112,8 Millionen Franken nahezu das Vorjahresniveau. «Mit Ertragssteigerungen im Anlage-, BaaS- und Informatik-Geschäft einen Ertragsrückgang von mehr als 10 Millionen Franken im Zinsgeschäft auffangen – das ist ein klares Zeichen der operativen Stärke unserer Bank», sagt CEO Silvan Hilfiker.

Die Aufwände werden weiterhin genau beobachtet

Der Geschäftsaufwand stieg um 2,4 Prozent auf 77,4 Millionen Franken. Die Zunahme steht im Zusammenhang mit Investitionen in Wachstumsbereiche. Gleichzeitig sieht sich die Bank gefordert, die Kosteneffizienz weiter zu verbessern. Der Reingewinn lag mit 20 Millionen Franken praktisch auf Vorjahresniveau. An der kommenden Generalversammlung wird eine unveränderte Dividende von 120 Franken pro Aktie beantragt. Zusätzlich weist die Bank 11 Millionen Franken den freiwilligen Reserven zu. Die risikogewichtete Gesamtkapitalquote betrug per Ende 2025 17,2 Prozent und lag damit deutlich über den gesetzlichen Anforderungen.(rfb)

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