Ein neues Projekt findet den Weg nach Lenzburg
Mitenand «Rüebli & Reis – Aargau kocht gemeinsam!»» findet in sechs verschiedenen Regionen im Kanton Aargau statt. Auch in Lenzburg soll der integrative Anlass eine Heimat finden.
Beim gemeinsamen Essen erzählen die Eltern von der Arbeit, die Kinder von der Schule und die Grosseltern von früher. Der Küchentisch ist damit mehr als nur ein Möbelstück. Er ist ein Ort der Begegnung, der Sicherheit und des Austauschs. Das gemeinsame Kochen und Essen verbindet die Menschen. An dieses Prinzip knüpft das Jugendrotkreuz (JRK) Kanton Aargau mit dem Projekt «Rüebli & Reis» an. Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen und Begegnungen über kulturelle und soziale Grenzen hinweg zu ermöglichen. Im Februar und im März und auch am 8. August und am 21. November, also insgesamt viermal, kommt «Rüebli & Reis» nach Lenzburg. In Zusammenarbeit mit der Regionalen Integrationsfachstelle Lenzburg-Seetal (RIF) und dem Gloria Coworking sollen in der Stadt Begegnungsräume für alle Interessierten aus der Region entstehen.
Locker, unkompliziert und offen
Im Zentrum des Anlasses stehen die soziale Vernetzung und die sprachliche Förderung. «Es sollen keine Viergänger gekocht werden», meint Arlette Oomen, Projektleiterin der RIF, und lacht. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, sich mit Spielen die Zeit zu vertreiben. Der gemeinsame Austausch, das Besprechen der Gerichte sowie der Einkauf und das Kochen stehen im Zentrum. Das Angebot steht offen und ist für Menschen aller sozialen Schichten und ist kostenlos.
RIF und Jugendrotkreuz Aargau teilen sich die Verantwortung
Der erste Termin ist am 21. Februar, der zweite am 21. März. Im Sommer soll der Anlass zwei weitere Male wiederholt werden. Doch wie kommt der Anlass nach Lenzburg? Arlette Oomen von der RIF erklärt: «Unser Auftrag ist es, eine Bestandsanalyse zu erstellen: Welche Angebote gibt es und welche davon sind für die Region Lenzburg sinnvoll.» Hier kommt ihre Arbeit voll zum Tragen. Etliche Angebote existieren zwar, seien aber vor allem in Aarau angesiedelt. «Viele Menschen teilen uns mit, dass sie sich gerne hier in Lenzburg, ihrem Lebensmittelpunkt, vernetzen würden», erklärt Arlette Oomen weiter.
Vor diesem Hintergrund fragte sie beim Jugendrotkreuz an, ob man «Rüebli & Reis» nicht auch hier veranstalten könnte. Sie stiess auf offenes Gehör: «Die Zusammenarbeit verlief super.» Man besprach die Details, und schon war «Rüebli & Reis» in Lenzburg aufgegleist. Die Lokalität fand man über einen Kontakt im Wisa Gloria. «Wir haben seit Beginn viel Austausch mit Roman Schurter. Er fand die Idee sehr gut und stellte uns Raum und Inventar sofort zur Verfügung.»
«Zum Kochen zusammenkommen, das hat bei uns mit Nani und Neni bereits Tradition. Das Gloria ist nicht nur ein Coworking, sondern auch ein Raum für Begegnungen», erklärt er. Zudem entwickelten sie gerne neue Ideen zusammen mit anderen Lenzburger Institutionen. «Und so war sofort klar, dass wir ‹Rüebli & Reis› unterstützen, indem wir unser Space und unsere Küche zur Verfügung stellen.»
Einkaufen im Coop, kochen und essen im Gloria Coworking
Treffpunkt ist am 21. Februar um 15.45 Uhr beim Coop an der Augustin-Keller-Strasse. Wer direkt ins Wisa-Gloria-Coworking möchte, dem stehen die Türen ab 16 Uhr offen. Im Coop soll gemeinsam eingekauft werden. Gekocht werden darf, was Lust und Hunger macht. Bislang haben sich 17 Leute angemeldet. Für Arlette Oomen eine gute Anzahl. «Wir merken, dass wir mit unserer Arbeit in der Region Lenzburg auf sehr gute Resonanz stossen.» Informationen gibt es auf der WhatsApp-Gruppe unter der Nummer 078 840 99 38. Hier kann man sich auch anmelden. Doch auch für Kurzentschlossene steht der Anlass offen.







