Lehrpersonen konzertieren auf eindrückliche Weise

Musikschule Lenzburg Ein Konzert anzubieten, in welchem die Lehrpersonen der Musikschule für einmal nicht ihrem pädagogischen Auftrag nachgehen, sondern selbst zu Interpreten werden, war schon lange die Idee des Musikschulleiters Heinz Binder. Daher war es nun bereits das zweite Mal, dass insgesamt 9 Lehrpersonen in die Performer-Rolle schlüpften, und dies sei vorweggenommen: mit grossem Erfolg. Die über 100 Besucher in der Aula Bleicherain freuten sich enthusiastisch und belobten die ausgezeichneten Protagonisten.
Musikalisch sehr variantenreich und in der Tongebung sowohl in lauten wie in leisen Passagen enorm gepflegt, eröffneten Sandra Lützelschwab, Klarinette, Inga Piwowarska, Akkordeon, und Giovanni Gorla, Querflöte, mit passenden Kompositionen für diese Besetzung auf eindrückliche Weise dieses Konzert. Ihre dynamische Gestaltung und die damit verbundene Emotionalität waren äusserst berührend. In eher untypischer Besetzung mit E-Gitarre und Geige entführten Helmuth Waldis und Matthias Hofmann die Gäste mit der Eigenkomposition «San» (Traum) vom Gitarrenlehrer Waldis auf eine eher sphärische Reise.
Begeisterung pur löste anschliessend Sonja Herzog mit dem Marimbaphon aus. Das imponierende Instrument mit seiner Gesamtlänge von mehr wie 2,5 Metern löst schon wegen seiner Grösse besondere Beachtung aus. Die Tonpalette im Klang dieses Holzplatteninstruments im Stück «Hombre d’août» faszinierte und versetzte einem sogleich in eine fast meditative Stimmung. Im Anschluss daran gesellten sich Michael Cohen, E-Gitarre, Raphael Gass, E-Bass, und Erich Güntensperger, Schlagzeug, zur bereits warmgespielten Sonja Herzog. In dieser Besetzung vereint waren nicht nur begnadete Kenner der Jazzszene, sondern hochgradig kompetente Könner am Werk. Die gefühlvolle Eigenkomposition Herzogs «Jael» mit Erinnerung an die Kinderjahre ihrer Tochter war sicher ein weiteres Highlight dieses Abends. Abschliessend beeindruckten aber auch die Kompositionen «Conference of the birds», «Single petal of a rose» und «Where do we go».
Musikschulleiter Binder bedankte sich nach lang anhaltendem Applaus bei den Lehrpersonen für diesen stimmungsvollen und musikalischen Hörgenuss. Er hielt fest, dass die Spielinterpretation aller Beteiligten Mut, Hoffnung und Zuversicht ausgedrückt haben und wir diese Ausrichtungen in der heutigen Zeit besonders nötig haben. Ein kurzer, gemütlicher Apéro hat diesen gelungenen Abend abgeschlossen.(hbi)



