«Lebensraum» sucht sein neues Zielbild

Beinwil am See Hauptthema an der Vorstandssitzung des Gemeindeverbandes Lebensraum Lenzburg-Seetal im Löwensaal war das neue «Zielbild 2023+»; es geht um die Ausrichtung in der Zukunft.

Wie die Position stärken? Blick vom Lenzburger Esterliturm Richtung Seetal. Foto: Chris Iseli
Wie die Position stärken? Blick vom Lenzburger Esterliturm Richtung Seetal. Foto: Chris Iseli

Der «Lebensraum» nahm vor gut zehn Jahren seinen Betrieb auf. Um die Position der Region innerhalb des Kantons zu stärken, wurden dem Verband neben der Regionalplanung zusätzliche Betätigungsfelder zugeteilt. Aktuell gehören dem «Lebensraum» 26 Gemeinden an.

Deren Vertreter befassen sich zum 10-Jahr-Jubiläum mit der eigenen Stossrichtung. An der Vorstandssitzung in Beinwil am See wurden die Gemeindevertreter über die Zwischenergebnisse jener vier Projektgruppen informiert, die sich unter dem Titel «Zielbild 2023+» mit der Zukunft des Verbandes befassen.

Katharina Engeler, Gemeindeammann von Ammerswil, präsentierte die Erkenntnisse der Projektgruppe Themenvielfalt. Sie wies auf die Gefahren einer zu grossen Verzettelung hin: «Man muss verstanden werden.» Der Erfahrungsaustausch sei zentral.

Finanzen als Kernpunkt

Dem konnte auch Rainer Sommerhalder, als Gemeindeammann von Boniswil Sprecher der Projektgruppe Information/Kommunikation, zustimmen. Hier hat man herausgefunden, dass man die Gemeindeverwaltungen vermehrt ins Geschehen einbeziehen könnte. Überhaupt könne man sich neue Austauschgefässe vorstellen, beispielsweise einen «Stammtisch» pro Quartal oder Webinare.

Diskussionen lösten die Ausführungen von Jörg Bruder zum Thema Finanzen aus. Der Seenger Gemeindeammann und «Lebensraum»-Vizepräsident hatte vorgängig schon den Abschluss 2022 mit einem Aufwandüberschuss von über 26000 Franken erläutert und einstimmig absegnen lassen.

Nötig ist laut Bruder nun eine Langzeitplanung, um dem Verband eine Finanzierungssicherheit zu geben. Zwei Zahlen sorgen da für einen Widerspruch. Im laufenden Verbandsjahr sieht das Budget ein Defizit von 57000 Franken vor und auf der andern Seite hat der Verband ein Eigenkapital von 300000 Franken. «Soll man den Gemeinden Gelder zurückzahlen oder will man mit dem Fünfliber pro Einwohner weiter manövrierfähig bleiben?», stellte Bruder bewusst provokative Fragen in den Raum.

Die Tätigkeiten ein wenig mehr fokussieren könne sicher nicht schaden, war aus der Versammlung zu hören. Einige Stimmen warnten vor zu viel Aktivismus im Finanzbereich: «Der Fünfliber ist okay, man darf es jetzt nicht ‹verchacheln›.»

Ausschuss stärken?

Daniel Mosimann als «Lebensraum»-Präsident und Lenzburger Stadtammann orientierte über die Ergebnisse der Projektgruppe Aufbau-/Ablauforganisation. Er störte sich an der «permanenten Infragestellung» des Verbandszwecks – speziell zu Beginn der Amtsperioden: «Das Wir-Gefühl fehlt immer noch.» Vielleicht wäre die Stärkung des Ausschusses eine Lösung. An der Vorstandsklausur im Juni wird das Zielbild weiter besprochen.

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