Eine Rückkehr in das Leben mit Kunst

Ausstellung Bis am 13. März sind im Alterszentrum Obere Mühle (AZOM) Werke von Brigitte und Emanuel Freudiger ausgestellt. An der Vernissage freuten sich die zahlreichen Gäste über die Wiedergeburt des gesellschaftlichen Lebens.

Stellen ihre Werke bis am 13. März aus: Brigitte und Emanuel Freudiger im Alterszentrum Obere Mühle in Lenzburg. Foto: Fritz Thut
Stellen ihre Werke bis am 13. März aus: Brigitte und Emanuel Freudiger im Alterszentrum Obere Mühle in Lenzburg. Foto: Fritz Thut

Was wäre ein Leben ohne Kunst?» Diese Frage stellte Co-Organisatorin Nicole Reber von der Gruppe «kunst im alterszentrum» an den Anfang ihrer Vernissage-Begrüssung.

Man sei froh, wieder eine Ausstellung im üblichen Rahmen durchführen zu können, so Reber. «Nach zwei Jahren Pause wollen wir nun wieder Begegnungen ermöglichen.»

Von Zertifikat bis Apéro

Es war weitgehend ein Zufall, dass die Eröffnung der Freudiger-Ausstellung mit dem ersten Tag der massiv gelockerten Coronamassnahmen zusammenfiel. Im Alterszentrum gelten zwar nach wie vor gewisse Einschränkungen und beim Zugang musste nicht nur eine Maske montiert, sondern auch das Zertifikat präsentiert werden.

Diese Einschränkungen taten jedoch der Aufbruchstimmung keinen Abbruch. Beim abschliessenden reichhaltigen Apéro fühlte sich die Gästeschar schon fast wieder wie in den guten alten Zeiten, also wie im Vor-Pandemie-Zeitalter.

Bilder aus Träumen

An der von Gitarrist Stephan Hunziker musikalisch umrahmten Feier übernahm Julian Häusermann die Vorstellung der beiden Künstler. Brigitte Freudiger, die eine Lehre als Gärtnerin und Blumenbinderin gemacht hat, ist seit über 30 Jahren nebenberuflich schöpferisch tätig. «Ihre Bilder sind aus Träumen entstanden», wusste Häusermann.

«Ihre Kopfhäuser waren zuerst in Schwarz-Weiss und wurden erst in den letzten Jahren farbiger.» Viele der oft nur angedeuteten Gebäude, an denen die Künstlerin oft während Monaten arbeitet, sind in warmen Erdtönen gehalten.

Brigitte Freudiger, die vielen Lenzburgern durch ihr Blumengeschäft bekannt geworden war, beschränkt sich nicht nur auf zwei Dimensionen. Im AZOM sind auch Objekte ausgestellt. Verschiedenartige, rund um Drahtgeflechte drapierte «lustige Vögel» (Häusermann) sind da zu sehen. Die Liebe zu diesen Tieren stammt vielleicht von ihrem Vater, einem passionierten Ornithologen.

Fotos von «MC Snapshop»

Obwohl in einer andern Technik, aber immerhin auch analog realisiert, bilden die Fotos von Brigitte Freudigers Sohn Emanuel eine ideale Ergänzung der Ausstellung. Bei der Vorstellung seines Jugendfreundes konnte Julian Häusermann aus dem Vollen schöpfen.

Schon früh, als sie freitagabends noch regelmässig mit ihrer Clique gemeinsam durch die Clubs gezogen waren, habe Emanuel Freudiger «ein gutes Auge für Schnappschüsse» und immer eine Kamera dabei gehabt. Kein Wunder, habe sein Rap-Name «MC Snapshot» gelautet. Nach der Lehre als Fotofachangestellter und Studienreisen war Emanuel Freudiger Pressefotograf bei den AZ Medien und heute als Fotograf und Bildredaktor beim Magazin «Touring».

Neben dem Brotjob fotografiert er für sich und hält meist im Hybridverfahren Emotionen und Zufälligkeiten fest: «Es sind unaufdringliche, stille Bilder, deren Stimmung sich auf den Betrachter überträgt», so Julian Häusermann.

«Augensinn und Eigenblick». Ausstellung im Alterszentrum Obere Mühle Lenzburg. Brigitte Freudiger (Bilder und Objekte) und Emanuel Freudiger (Fotografien). – Öffnungszeiten: 18. Februar bis 13. März, täglich von 9 bis 17 Uhr, Eintritt nur mit 2G-Zertifikat und Ausweis.

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