Armee muss wieder verteidigungsfähig werden

Christoph Kneuss mit Korpskommandant Hans-Peter Walser.Foto: Peter Winkelmann

Offiziersgesellschaft Wie die Schweizer Armee in Zukunft ausbilden will, darüber referierte am 21. März Korpskommandant Hans-Peter Walser, Chef Kommando Ausbildung und stellvertretender Chef der Schweizer Armee. «Seit langer, langer Zeit können wir hier in Lenzburg wieder einmal einen Drei-Stern-Kommandanten begrüssen», eröffnete Christoph Kneuss, Präsident der Offiziersgesellschaft Lenzburg, den Anlass im Müllerhaus.

Sind wir in fünf Jahren bereit?

«Die aktuelle Weltlage ist sehr komplex», begrüsste Walser die rund 30 Anwesenden. «Es gibt viele Kriegsschauplätze, auch wenn aktuell nur die Kriege zwischen Russland und der Ukraine oder zwischen den Hamas und Israel in aller Munde sind.» Walser zitierte hohe Verantwortliche aus der deutschen Bundeswehr und der Nato, die sich die Frage stellen: «Ist der Westen im Jahre 2027 kriegstüchtig?»

Mit aussagekräftigen Worten und Bildern zeigte er auf, wie die Schweizer Armee kriegstüchtig werden soll. «Wir müssen wieder lernen, uns selber zu schützen, wieder in der Nacht zu kämpfen und schneller aufzuklären, denn Entscheidungen finden nach wie vor am Boden statt.»

Dazu muss die Armee aber modernisiert werden. In einem ersten Schritt erwähnte er eine Stärkung der vernetzten Führung, der bodengestützten Luftverteidigung (BODLUV) sowie der Artillerie oder der Cyberabwehr: «Aber das kostet Geld, viel Geld.» Walser sprach von ersten Prioritäten im Rahmen von rund13 Milliarden Franken.

Eine gute Armee braucht gute Leute

Walser ist Ausbildungschef und in einem Weiterbildungsseminar sagte er schon vor einem Jahr: «Wir müssen die Ausbildung wieder konsequent auf die Abwehr eines bewaffneten Angriffs ausrichten, denn wer flexibel ist, hat Erfolg, und richtig reagieren bringt nur Vorteile.» Es gibt interessante Pilotprojekte für eine bessere Ausbildung, sodass davon auszugehen ist, dass der Militärdienst bei Schülern und Jugendlichen wieder Gesprächsstoff bietet. «Die Erfahrung meinerseits ist toll, Schüler sprechen zuhause wieder mit ihren Eltern über die Armee.» (PWi)

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