Anti-Weltuntergangsprognostiker macht Gewerblern wieder Mut

«Es kommt nicht so schlimm»: Burkhard Varnholt am Wirtschaftsapéro. Foto: Fritz Thut
«Es kommt nicht so schlimm»: Burkhard Varnholt am Wirtschaftsapéro. Foto: Fritz Thut

Wirtschaftsapéro Die Grossbank Credit Suisse (CS) und der Gewerbeverein Lenzburg und Umgebung (GVL) luden zum traditionellen Wirtschaftsapéro ins Stapferhaus. Referent Burkhard Varnholt als Chief Investment Officer der CS verbreitete Zuversicht: «Meine Einschätzung fürs nächste Jahr ist eigentlich positiv.»

Hans Nauer, Leiter Firmenkunden Lenzburg/Aarau/Zofingen der CS, letztmals und GVL-Präsidentin Lea Grossmann erstmals begrüssten zahlreiche Teilnehmer zum Wirtschaftsapéro. Im Zentrum stand der Ausblick von CS-CIO Varnholt. Nachdem in diesem Jahr – wegen Covid, Ukrainekrieg und der darauf folgenden Energiekrise – «bei den Anlagen alles schiefgegangen ist», verbreitete er für die Zukunft eher Optimismus: «Ich bin kein Weltuntergangsprognostiker.»

In freier Rede zeigte er schlüssig auf, dass einige Indizien gegen eine vielerorts heraufbeschworene grosse Rezession sprächen: «Es wird nicht so schlimm kommen, wie viele befürchten.» Die Inflation gehe schneller vorbei als in den 1970er-Jahren, prognostizierte er: «Ich wäre nicht überrascht, wenn die aktuelle Inflation in den USA schon bald zu Ende ist.» Der Referent vertraut dabei vor allem auf die Selbstreinigungskraft der Wirtschaft. Vor allem in der Schweiz, die sich eh auf die stärkste Währung der Welt stützen könne, sei die Erholung «dank der Innovationskraft der Gewerbler» schneller in Sicht.

Rivalität um Ressourcen

Alles sieht auch Varnholt nicht rosig. Nach dem Ukrainekrieg entstehe «eine neue Sicherheitsarchitektur» mit einem neuen Kalten Krieg und der damit verbundenen Aufrüstung. Dies überlagere das grösste Langfristproblem, die Klimaerwärmung. Global ist «eine Rivalität um Ressourcen» in Sicht, denn: «Die Zitrone der Globalisierung ist ohnehin ausgepresst.» Aber Varnholt bleibt Optimist.

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