Zwei Orientierungen im Vorfeld der Seenger Gemeindeversammlung

Vor der Budget-Gemeindeversammlung vom 17. November lud der Gemeinderat Seengen gleich zu zwei Orientierungen: zu Kinderbetreuung und Strassensanierung.

Wie ist das ganz genau? Seenger Bürger studieren Pläne zur Sanierung der Post- und Schulstrasse. Foto: Fritz Thut
Wie ist das ganz genau? Seenger Bürger studieren Pläne zur Sanierung der Post- und Schulstrasse. Foto: Fritz Thut

Das Thema «Familienergänzende Kinderbetreuung» kommt auch an der Seenger Gmeind aufs Tapet. Der Gemeinderat stellt ein Kinderbetreuungs- und Elternbeitragsreglement zur Diskussion, das eine Arbeitsgruppe ausgearbeitet hat. An einer Orientierungsversammlung wurden nun Hintergründe und Überlegungen zu diesem Geschäft präsentiert, das die direkte Folge der entsprechenden kantonalen Volksabstimmung im Juni 2016 ist.

Anwesend am Info-Anlass waren verwiegend potenzielle Nutzer des zusätzlichen Betreuungsangebots. Béa Bieber, die fachliche Projektleiterin der Arbeitsgruppe, beschrieb die Arbeiten, die auch auf einer Umfrage innerhalb der Gemeinde basieren. Die Fachfrau bewertete die Rücklaufquote von über 60 Prozent als sehr hoch, wies aber darauf hin, dass die Angaben innerhalb dieser Bedarfserhebung unverbindlich waren.

Aus diesem Grund sind die finanziellen Folgen für die Gemeinde schlecht absehbar. In der Geschäftsvorlage geht der Gemeinderat von einmaligen Investitionen von 26500 Franken und von gesteigerten Personalkosten von 60000 Franken pro Jahr aus und von jährlich maximal 89000 Franken an Subventionen. Diese reichen gestaffelt von 10 Prozent (80001 bis 85000 Franken anrechenbares Einkommen) bis 95 Prozent (unter 30000 Franken anrechenbares Einkommen).

Fast 7 Millionen für Strassen

Um wesentlich höhere, wenn auch einmalige Summen, die zudem teilweise Spezialkassen belasten, geht es bei den beiden Kreditbegehren für Strassensanierungen. Für 3,9 Millionen Franken sollen die 420 Meter lange Poststrasse und die darunterliegenden Werkleitungen saniert werden; für gut 2,8 Millionen die mit 360 Metern etwas kürzere Schulstrasse.

Am letzten Samstag hatte die Bevölkerung und damit die Stimmbürgerschaft Gelegenheit, sich die vorgesehenen Arbeiten an den beiden Kantonsstrassen von Mitgliedern des Gemeinderates und den Planern erläutern zu lassen. Dabei wurde etwa moniert, dass für diese exorbitanten Summen kaum substanzielle Ablauf-Verbesserungen erzielt werden.

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