Oberes Seetal plant neue Form der Jugendarbeit

Oberes Seetal Die offene Jugendarbeit im Oberen Seetal ist beendet. Die Gemeinden arbeiten bereits an einem neuen Konzept – eine Übergangslösung mit vielfältigen Angeboten ist sichergestellt.

Der Container auf dem Pausenplatz der Schule Meisterschwanden.Foto: zvg
Der Container auf dem Pausenplatz der Schule Meisterschwanden.Foto: zvg

Das Pilotprojekt der offenen Jugendarbeit, das im August 2022 startete, wurde per Juli eingestellt. Am 26. Juni führte das Team der Fachstelle Jugend Oberes Seetal sein letztes Angebot durch und blickt zurück auf vier positive Jahre. Die Jugendarbeit in den Gemeinden Bettwil, Fahrwangen, Meisterschwanden, Sarmenstorf und Seengen wurde unter anderem aufgrund mangelnder Sichtbarkeit beendet. Die Einstellung des Projekts wurde an den vergangenen Herbst-Gemeindeversammlungen traktandiert. Überweisungsanträge führten dazu, dass die Gemeinden nun neue Möglichkeiten prüfen.

Aufsuchende Jugendarbeit im Fokus

Inzwischen liegen den Gemeinden verschiedene Offerten des Vereins für Jugend und Freizeit vor. «Entschieden ist noch nichts. In der Jugendkommission werden derzeit Konzepte fertiggestellt und weitere Prozesse organisiert», sagt Mario Stirnimann, Gemeinderat in Fahrwangen. Die fünf Gemeinden wollen die Jugendarbeit weiterhin gemeinsam organisieren – mit dem neuen Ziel, dass sie in allen beteiligten Gemeinden gleichermassen vertreten ist. Künftig soll insbesondere die aufsuchende Jugendarbeit stärker gewichtet werden. Dabei sollen die Jugendarbeitenden vermehrt an öffentlichen Treffpunkten mit Jugendlichen ins Gespräch kommen, statt primär in Jugendtreffs präsent zu sein – für eine sichtbarere Jugendarbeit.

Rückblick auf eine Zeit voller Highlights

Seit dem Entscheid gegen die Weiterführung des Pilotprojekts sei laut dem Team der Fachstelle Jugend Oberes Seetal noch vieles umgesetzt worden. Zu den Höhepunkten gehörten Ferienausflüge in einen Escape Room, zum 4D-Minigolf, ins Aqua Basilea sowie zu Oana Surfing. Auch die Discos für Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse erfreuten sich grosser Beliebtheit. Die offenen Jugendtreffs wurden rege besucht – gemeinsam wurde gebacken, Billard gespielt, gezockt und gechillt. Dabei seien Beziehungen entstanden und Gespräche geführt worden, die den Jugendarbeitenden in besonderer Erinnerung bleiben. Das Team richtet zum Abschied seinen Dank an die Jugendlichen: «Wir danken euch für die grossartigen Gespräche, die gemeinsamen Erlebnisse, dass ihr euch uns gegenüber geöffnet habt und vor allem für all das gemeinsame Lachen.»

Übergangslösung gesichert

Zur Überbrückung haben verschiedene Vereine und Organisationen Angebote geschaffen, die von den Sozialen Diensten Meisterschwanden koordiniert werden. Das Programm für Jugendliche der 6. bis 9. Klasse reicht vom Lotto-Nachmittag über Nerf-Battles bis hin zu Disco-Partys und Kinoabenden. Diese Übergangslösung stelle jedoch keine organisierte Jugendarbeit dar. Die Angebote sollen lediglich die Zeit überbrücken, bis die professionelle Jugendarbeit wieder starten kann. An den kommenden Herbst-Gemeindeversammlungen wollen die Gemeinden entsprechende Kreditanträge vorlegen. Ziel ist es, im Frühling mit einem neuen Angebot zu starten. Bereits im Oktober findet dazu ein Informationsanlass statt, der genauer informiert und gleichzeitig Interessierte zur Teilnahme an den Gemeindeversammlungen motivieren will. Sollten dem Antrag nicht alle fünf Gemeinden zustimmen, würden die Angebote für Jugendliche laut Mario Stirnimann wohl endgültig eingestellt.

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