WWF-Freiwillige helfen auf Biohof

Seon «Aktiv auf dem Bauernhof» ist ein Projekt des WWF. Einen Tag auf einem Biobauernhof mitzuhelfen und die Bauern tatkräftig bei ihrer Arbeit zu unterstützen, war auf dem Hof Schatzmann in Retterswil angesagt.

Bei der Arbeit an der Hecke: WWF-Freiwillige auf dem Biobauernhof der Familie Schatzmann in Retterswil. Foto: Alexander Studer
Bei der Arbeit an der Hecke: WWF-Freiwillige auf dem Biobauernhof der Familie Schatzmann in Retterswil. Foto: Alexander Studer

Eine Handvoll freiwilliger Helfer fand sich auf dem Biobauernhof der Familie Schatzmann in Retterswil ein. Trotz des schönen Wetters war die Teilnehmerzahl enttäuschend, Arbeit hätte es noch für viel mehr Leute gehabt, wie Landwirt Matthias Schatzmann meinte.

Brombeerenstauden entfernen

Als Erstes mussten überwuchernde Brombeerpflanzen entfernt werden. Die Frucht der Pflanze ist zwar äusserst geniessbar, doch ihre Verbreitung ist enorm und zerstört andere Kulturen. Mit Pickel, Hacke und Schaufel machten sich die Leute ans Werk und am Ende des Tages war der Anhänger voll mit Stauden.

Das vorbeifliessende Bächlein erlöste später manchen vom Schmutz und von dem Hautjucken der Brennnesseln. Nach rund drei Stunden Bücken, Knien erlöste die Familie Schatzmann die Teilnehmer und lud zu Tisch mit einem gemischten Salat, Spaghetti bolognese und einem feinen Dessert mit Kaffee. Vater und Sohn Schatzmann standen während des Essens für Fragen zum Betrieb Red und Antwort. Interessantes erfuhr man über einen Biobauernhof, über die Richtlinien und worauf geachtet werden muss, damit das Label Bio rechtens ist.

Der Kampf gegen Neophyten

Während die Freiwilligen ihre Arbeit in den Brombeeren beendeten, wurden Blumenwiesen besichtigt, die ohne Gift gepflegt werden. Auf der andern Seite waren diverse Wiesen und Gärten zu sehen, auf denen sich invasive Pflanzen grossflächig ausgebreitet haben. Sie sind zwar teilweise wunderschön anzusehen, doch beeinträchtigen diese Neophyten die einheimische Flora ganz extrem. Schatzmanns und Bauernkollegen aus der Umgebung sind seit längerer Zeit mit der Bekämpfung dieses Übels beschäftigt. Doch dies ist einfacher gesagt als gemacht, da die Vernichtung auf Privatgrundstücken nicht selbstverständlich ist und man auf das Entgegenkommen der Besitzer angewiesen sei, wie Schatzmann ein wenig resignierend erwähnte.

Zuvorkommende Gastgeber

Spannend war der Tag und manch einer spürte wahrscheinlich abends seinen Rücken. Interessant war es allemal und der Dank gebührt der Familie Schatzmann, die ein zuvorkommender Gastgeber auf einem sehr gut geführten, grossen und sauberen Biobauernhof war. Wie eingangs erwähnt, hätten es noch ein paar Freiwillig mehr sein dürfen.

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