Weltmeister machte müde Kids munter

Der 43. Hallwilerseelauf war ein Anlass der Superlative. 7190 Finisher sorgten für das drittbeste Ergebnis in der Geschichte. Herrliches Wetter verwöhnte die meisten Läufer. Die Kleinsten mussten am Vormittag noch im dichten Nebel rennen. Ex-Veloprofi Franco Marvulli sorgte am Mikrofon für weltmeisterliche Stimmung.

Sorgten für Stimmung beim Strandbad: Ex-Veloprofi Franco Marvulli (links) und Platzspeaker Chrigel Graf unterhielten Läufer und Zuschauer. Foto: rubu

Sorgten für Stimmung beim Strandbad: Ex-Veloprofi Franco Marvulli (links) und Platzspeaker Chrigel Graf unterhielten Läufer und Zuschauer. Foto: rubu

Unterwegs bei strahlendem Herbstwetter: Impression vom Hallwilerseelauf 2017. Foto: swiss-image.ch/Andy Mettler

Unterwegs bei strahlendem Herbstwetter: Impression vom Hallwilerseelauf 2017. Foto: swiss-image.ch/Andy Mettler

Franco Marvulli ist nicht nur ein erfolgreicher, ehemaliger Radprofi und gewann auf der Bahn neben WM-Goldmedaillen auch Silber an Olympia 2004. Der 38-jährige Stadtzürcher mit dem lockeren Mundwerk kann auch Leute mit seinen Sprüchen stundenlang unterhalten. So auch am diesjährigen Hallwilerseelauf.

Als am vergangenen Samstag frühmorgens dichter Nebel das Start- und Zielgelände beim Strandbad in Beinwil am See umhüllte, machten er und sein Partner Chrigel Graf die schläfrigen Nachwuchssportlerinnen und -sportler mit ihren träfen Sprüchen munter und animierten die Kids zum rhythmischen Klatschen, um sich so aufzuwärmen.

Die beiden verschonten auch übervorsichtige Eltern nicht («Keine Angst, ihr könnt eure Kinder alleine laufen lassen. Es sind noch immer alle im Ziel angekommen.») und gaben jenen Erwachsenen, die den Erlebnislauf absolvierten, gut gemeinte Ratschläge («Wenn ihr den See links seht, dann lauft ihr in die richtige Richtung. Wenn ihr ihn rechts seht, kehrt besser um.») Ob Marvulli auch nächstes Jahr am Mikrofon für Stimmung sorgen wird, ist laut Pressechef Gianin Müller offen. Dieses Jahr sprang Marvulli als Ersatz für den unpässlichen langjährigen Co-Speaker Hitsch Weder ein.

Organisator sehr zufrieden

Der 43. Hallwilerseelauf war das erhofft farbenfrohe Spektakel. «Wir sind sehr zufrieden. Das wunderbare Laufwetter und die tolle Ambiance haben auch dieses Jahr wieder erfreulich viele Laufbegeisterte angelockt», schwärmte Pressechef Gianin Müller.

Dass heuer bei besten äusseren Bedingungen – nach dem Mittag schien die Sonne – das drittbeste Teilnehmerergebnis in der Geschichte des Hallwilerseelaufs gefeiert werden durfte, war mehr als nur eine Randnotiz. 7928 Läuferinnen und Läufer waren angemeldet, 7190 haben den Lauf erfolgreich absolviert.

Apropos: Bei den Männern stand der Äthiopier Fikru Dadi zuoberst auf dem Podest, bei den Damen gewann Petra Eggenschwiler aus dem solothurnischen Langendorf. Und noch ein erfolgreiches Trio: Der Pfeffiker Silvio Bertschi absolvierte wie auch Beat Bucher aus Hitzkirch und Peter Ramseier aus Rheinfelden den 43. Hallwilerseelauf, die drei fehlten also kein einziges Mal.

Die kompletten Ranglisten sind zu finden auf der Homepage www.hallwilerseelauf.ch.

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