Vielfältiger Einblick in die Geschichte

Am Samstag, 23. September, laden vier mit der Historie verbundene Vereine zur 2. Kulturwerkstatt Seetal. Rund um die Alte Schmitte Seengen kann man Demonstrationen verfolgen und selbst Hand anlegen.

Sie stehen hinter der 2. Kulturwerkstatt Seetal: Die Organisatoren (von links) Max Zurbuchen, Pitsch Schmid (Steinzeitwerkstatt Boniswil), Edith Haller-Suter (IG Hansjakob-Suter-Sammlung), Alice Gehrig-Müller (Historische Vereinigung Seetal und Umge
Sie stehen hinter der 2. Kulturwerkstatt Seetal: Die Organisatoren (von links) Max Zurbuchen, Pitsch Schmid (Steinzeitwerkstatt Boniswil), Edith Haller-Suter (IG Hansjakob-Suter-Sammlung), Alice Gehrig-Müller (Historische Vereinigung Seetal und Umgebung), Yvonne Fischer und Jörg Leimgruber (Alte Schmitte Seengen). Foto: Fritz Thut

Die erste Kulturwerkstatt im Jahr 2013 fand noch dezentral in den vier Dörfern Boniswil, Egliswil, Hallwil und Seengen statt. Diesmal haben die Verantwortlichen eine logistisch einfachere, weil zentrale Variante gewählt.

Rund um die Alte Schmitte, die ja nicht an einen anderen Ort transportiert werden kann, zeigen am übernächsten Samstag im Seenger Oberdorf die Historische Vereinigung Seetal und Umgebung (unterstützt vom Museum Aargau und der Kantonsarchäologie), der Förderverein Steinzeitwerkstatt Boniswil, der Verein IG Hansjakob-Suter-Sammlung und der Verein Alte Schmitte Seengen einen Querschnitt ihres Wirkens.

Das Programm liest sich interessant und ermöglicht vor allem jüngeren Mitbürgern einen authentischen Blick in die Vergangenheit, teilweise nur wenige Jahrzehnte, teilweise gar Jahrtausende zurück.

Bei der Historischen Vereinigung gibt es eine Töpferwerkstatt für Jung und Alt und Kinder können Wasserrädchen basteln. «Zudem zeigen wir Originalfunde aus der Zeit von Reinhold Bosch», so Ehrenmitglied Alice Gehrig.

Gleich zwei Organisatoren zeigen verschiedene Aspekte rund ums Korn. Bei der Steinzeitwerkstatt sieht man Urgetreide und alte Kornsorten, kann Getreide mit einer urgeschichtlichen Steinmühle mahlen. Zudem wird erstmals ein nachgebauter jungsteinzeitlicher Kuppelofen präsentiert: «Das Modell ist etwa 700 bis 800 Kilogramm schwer», sagt Leiter Max Zurbuchen. Bei der Hansjakob-Suter-Sammlung kann man vor Ort Brötchen formen und im Ofen backen.

Besonders interessant sind die Demonstrationen: Die Schmitte ist in Betrieb und daneben wird gezeigt, wie man Sensen durch Dengeln schärft. Um 10.15, 13.15 und 15.15 Uhr präsentieren die Hallwiler Silvesterdrescher ihr taktvolles Konzert. Filmvorführungen, Zigarrenrollen runden das vielseitige Programm ab.

Für das leibliche Wohl ist auf dem Areal ebenfalls gesorgt: Die Hobby-Köche Seengen bieten etwa ihre berühmten Käseschnitten aus der Gulaschkanone an. Zudem gibt es Kürbissuppe oder frisch gebackene Berliner.

«Wir werden uns so präsentieren, dass die Abwesenden das Gefühl haben werden, etwas verpasst zu haben», bringt Jörg Leimgruber, der Präsident der Alten Schmitte Seengen, die Kulturwerkstatt auf einen prägnanten Nenner.

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