«Unendliche Geschichte» mit Happy End
Beinwil am See sagt ohne Umschweife sieben Mal Ja und beschliesst damit unter anderem ein Happy End für das Hotel/Restaurant Löwen und den Fussballplatz Staadmatt.

Die Zukunft des Hotel/Restaurants Löwen beschäftigt die Beinwiler Bevölkerung schon seit gut 4 Jahren, anfangs hätte in den Räumlichkeiten die Verwaltung einziehen sollen, die Projektkosten für den Umbau lehnte der Souverän aber an der Gemeindeversammlung vom Juni 2015 ab, schon im Vorfeld hatte der Gemeinderat das Wettbewerbsverfahren «Umbau Löwen» auf Empfehlung der Jury abgebrochen, weil keines der Projekte als zielführend beurteilt werden konnte. Auch die Vergrösserung des Fussballplatzes Staadmatt, eingeklemmt zwischen dem Schutzgebiet am See und Privatgrund, ist für die Gemeinde schon seit geraumer Zeit immer wieder Thema.
Nun haben die Stimmberechtigten beide Projekte gutgeheissen. Damit ist die Bahn Richtung Happy End für die beiden «unendlichen Geschichten für Beinwil am See», wie es Gemeindeammann Peter Lenzin formuliert, gelegt.
Neues Zuhause für die Bibliothek
Für das Hotel/Restaurant Löwen erteilten die Stimmbürger mit 12 Gegenstimmen grünes Licht für einen Kredit von 1,98 Mio. Franken für die Sanierung und Umnutzung. Somit wird die Liegenschaft weiterhin kulturellen Zwecken dienen. Im Erdgeschoss erhalten die Volksbibliothek und die Spitex Beinwil am See/Birrwil ein neues Zuhause, im Untergeschoss sind eine Künstlergarderobe, ein Vereinsarchiv und ein Mehrzweckraum mit Teeküche vorgesehen. Für die Staadmatt hiessen die Stimmberechtigten einen Verpflichtungskredit von 610000 Franken für die Vergrösserung gut, auf eine vollständige Platzsanierung wird aus Kostengründen verzichtet.
Hohe Stimmbeteiligung
Die beiden Traktanden sorgten an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Freitag für eine überdurchschnittlich hohe Stimmbeteiligung. 213 Stimmberechtigte wollten mitbestimmen, darunter ungewöhnlich viele junge Stimmbürger. Entsprechend rechnete Gemeindeammann Peter Lenzin mit vielen Wortmeldungen für den Abend. Diese blieben aber fast gänzlich aus, die Traktanden wurden allesamt zügig durchgewunken. «Für Beinwil am See wurde ungewöhnlich wenig diskutiert, das ist erfreulich», so Lenzin im Nachhinein. Dies zeige, dass schon die vorangegangene Kommunikation gestimmt habe und die Projekte für die Stimmbürger nachvollziehbar seien.
Unter dem Punkt «Diverses» überreichte die IG Tschuepli dem Gemeinderat eine Petition mit den Unterschriften der fünf Vorstandsmitglieder gegen den Gestaltungsplan für das «Tschuepli» – eine bisher unüberbaute Hanglage in Böju. Die Gestaltungspläne lagen diesen Sommer zur Mitwirkung öffentlich auf, derzeit sind sie zur Prüfung beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Gespräche mit dem Verein seien erst vorgesehen, wenn eine Antwort vom Kanton vorliege, heisst es vonseiten des Gemeinderats. Der Entscheid des Kantons wird auf Januar 2017 erwartet.



