Turnerabend ist Michael Gloors Premiere als Vereinspräsident
Es ist wieder so weit: An diesem Wochenende finden in Birrwil die Turnerabende statt. Es ist das erste Mal für Michael Gloor als Präsident des Turnvereins, aber sicher nicht das letzte.

Alle zwei Jahre finden in Birrwil die Turnerabende statt. Entsprechend gross ist die Vorfreude bei den Einwohnern wie auch bei der Turnfamilie. Jetzt, da das grosse Ereignis kurz bevorstehe, sei die Nervosität bei allen spürbar, sagt Michael Gloor, Präsident des Turnvereins (TV). Für Gloor ist es der erste Turnerabend als TV-Präsident. Der 23-Jährige hat vor bald zwei Jahren das Amt des Präsidenten übernommen. Seit seinem Eintritt in den Verein sei er als rechte Hand des damaligen Präsidenten eingearbeitet worden.
Er habe die Wahl sehr geschätzt, ihm sei der Aufwand aber von Anfang an klar gewesen. Der ist jetzt, so kurz vor dem Turnerabend, auf einem Höhepunkt. Aber nicht nur bei ihm, auch bei allen anderen Mitgliedern. «In den letzten Wochen mussten die Leiter den Turnern klarmachen, dass nicht mehr so viel geübt werden kann», sagt Gloor.
Intensive letzte Proben
Dementsprechend intensiv waren die letzten Proben. Jetzt, in der Woche des Turnerabends, kann ausser an der Hauptübung nicht mehr geturnt werden. «Und die Hauptübung ist kein Training, da sollte schon alles klappen», sagt Gloor.
Er ist sich aber sicher, dass am Wochenende alles klappen wird. Unter dem Motto «Seetalklinik» werden die turnenden Vereine von Birrwil dreizehn Nummern aufführen. Bereits im Frühling habe man mit der Themenfindung begonnen, erzählt Gloor. Diese Zeit braucht es auch, um einen stimmigen Turnerabend auf die Beine zu stellen. Auch deswegen kommt es für die turnenden Vereine nicht infrage, die Turnerabende jährlich durchzuführen. «Wenn der Turnerabend nur alle zwei Jahre stattfindet, ist es etwas Spezielles. Sonst wird es zur Routine, zu einem Müssen», begründet Gloor.
Zum Stemmen eines Turnerabends braucht es genügend Leute. Bei einem kleinen Verein wie Birrwil muss praktisch jeder alles machen, sonst wäre ein derartiger Anlass nicht machbar. Darum legt man sehr grossen Wert auf die Nachwuchsförderung. Sie ist eines der erklärten Ziele von Michael Gloor.
In der Jugi gab es in den letzten Jahren regen Zuwachs. Ob später alle Jugikinder auch in den TV wechseln, ist natürlich noch unklar. Klar ist aber, dass es im Turnverein noch viel Platz für neue Mitturner hat. «Praktisch die ganze Generation von 1990 bis 2000 fehlt in unserem TV. Ich bin der einzige Vertreter», sagt Gloor.
Michael Gloor ist auf dem Papier gar kein Birrwiler mehr. Im Januar konnte er den Bauernhof von Peter Holliger in Boniswil übernehmen. Deshalb musste er nach Boniswil umziehen. Leicht sei ihm das nicht gefallen. Es sei ihm aber von Anfang an klar gewesen, dass er in den Birrwiler Vereinen bleiben werde.
Doppelbelastung des Präsidenten
Die Doppelbelastung von Bauernhof und Präsidentenamt sei schon anstrengend, gibt Gloor zu. Trotzdem ist für ihn klar, dass er sich für den TV weiterhin als Präsident einsetzen will. Damit steht einem gelungenen Turnerabend ohne Risiken und Nebenwirkungen nichts mehr im Wege.



