Trotz Gegenwind weiter zugelegt

Dürrenäsch Die Bertschi-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2019 dank Ausbau der weltweiten Aktivitäten erneut gewachsen.

<em>In Rekordzahl geehrt:</em> Die Jubilare 2020 der Firma Bertschi AG in Dürrenäsch. Foto: zvg
<em>In Rekordzahl geehrt:</em> Die Jubilare 2020 der Firma Bertschi AG in Dürrenäsch. Foto: zvg

Aufgrund des anspruchsvollen Marktumfelds hat sich das Wachstumstempo der in der globalen Chemielogistik tätigen Firma deutlich verlangsamt. Der Umsatz erhöhte sich bei knapp gehaltener Ertragslage auf 985 Millionen Franken. Die digitale Transformation und der gezielte Ausbau des Angebots standen im Fokus. Beides will das Dürrenäscher Familienunternehmen auch 2020 konsequent weiterverfolgen.

Schwache Nachfrage in Europa

Nach einem erfreulichen Beginn verlor die Weltkonjunktur und besonders die für die chemische Industrie wichtige Automobilindustrie im Laufe von 2019 zunehmend an Fahrt. Diesem Trend konnte sich Bertschi nicht entziehen und sah sich gegen Jahresende vor allem in den europäischen Geschäftseinheiten mit einer schwachen Transportnachfrage konfrontiert.

Der Personalbestand erhöhte sich um 3 Prozent auf 3100 Mitarbeitende. In Lokalwährung, bereinigt um die negativen Währungseinflüsse, resultierte ein Umsatzplus von 3,6 Prozent.

Investitionen in Digitalisierung

Bei der digitalen Transformation stand 2019 der Rollout der Bertschi-TruckTracer-App im Fokus. «Unsere Fahrer und alle Unternehmer-Partner erhalten über diese App ihre Auftragsdaten und erfassen anschliessend in ihr jeden Schritt der Transportkette. Diese Daten fliessen in das Transportplanungssystem der Gruppe und von da über verschiedene Schnittstellen weiter an die Kunden. Dank dieser Echtzeit-Daten lässt sich die interne Transportplanung besser optimieren und die Kunden gewinnen Visibilität und mehr Planungssicherheit für ihre Lieferketten», meinte Michael Baechler (COO der Gruppe).

Bertschi hat diese Transparenz Ende Jahr bei 95 Prozent aller europäischen Transporte umgesetzt. Im aktuell anspruchsvollen Umfeld wird die eingeschlagene Digitalisierungsstrategie konsequent weiterverfolgt. Ziel ist es, mit der digitalen Transformation der Geschäftsprozesse Effizienzgewinne zu realisieren und gleichzeitig Mehrwert für die Kunden zu schaffen.

Was Nachhaltigkeit betrifft, nimmt Bertschi als europäischer Marktführer im klimaschonenden intermodalen Chemietransport Strasse/Schiene seit Jahren eine Vorreiterrolle ein. Im Vergleich zum Strassentransport wird dadurch der Kohlendioxid-Ausstoss um mehr als 60 Prozent reduziert.

Rekordzahl an Jubilaren

Im Mittelpunkt der traditionellen Betriebsversammlung stand die Ehrung der Firmenjubilare. Mit 142 Jubilaren, die von Hans-Jörg Bertschi (VR-Präsident der Gruppe) für ihre 10, 20, 30 oder gar 40 Jahre Betriebstreue den Dank entgegennehmen durften, wurde ein neuer Rekord gefeiert.

Mit mehr als 60 waren ausserordentlich viele 20-Jahre-Jubilare dabei. «Der Millenniums-Jahrgang mit Eintritt im Jahr 2000 war offensichtlich ein ganz besonderer Jahrgang mit stark ausgeprägter Firmentreue», meinte Hans-Jörg Bertschi. (pd/bgd)

Weitere Artikel zu «Seetal-Lindenberg», die sie interessieren könnten

Blumen und Gräser durften nach Lust und Laune geholt werden.Foto: Debora Hugentobler
Seetal-Lindenberg08.04.2026

Oster-Workshops für Gross und Klein

Boniswil Bunte Gestecke und fantasievolle Dekorationen: Bei den Workshops in Boniswil setzten Kinder und Erwachsene ihrer Kreativität freien Lauf.
Seetal-Lindenberg08.04.2026

Untergang des Ostervollmondes

Ostern Im Gegensatz zum Weihnachtsfest, das alljährlich am 25. Dezember gefeiert wird, ist Ostern ein variables Fest, das nach dem Frühlingsvollmond bestimmt…

Grossen Anklang fanden die Kleider bei den Besucherinnen und Besuchern.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg08.04.2026

Frühlings-Kinderkleiderbörse im reformierten Kirchgemeindehaus

Seon Was im Herbst 2025 erstmals von der reformierten Kirche Seon lanciert wurde, genoss bei der zweiten Durchführung bereits ein weit breiteres Interesse: die…