Supermond und partielle Mondfinsternis

Dieses Bild wurde zur Zeit der grössten Verfinsterung des Mondes gemachtFoto: Andreas Walker

Hallwil In der Nacht vom 17. Auf den 18. September konnte der grösste Vollmond des Jahres beobachtet werden. Da sich der Mond auf einer elliptischen Erdumlaufbahn befindet, schwankt die Entfernung Erde–Mond im Monatszyklus zwischen 356400 Kilometern und 406700 Kilometern. Am 18. September um 4.35 Uhr war Vollmond. Die geringste Entfernung zur Erde hatte der Mond an diesem Tag um 15.26 Uhr mit 357 286 Kilometern. Deshalb konnten wir einen sog. «Supermond» beobachten. Der Begriff «Supermond» wird für jeden Vollmond verwendet, der der Erde näher ist als ein «normaler» Vollmond. Der Grössenunterschied des Mondes zwischen Erdferne und Erdnähe macht etwa 14 % aus – ähnlich wie der Grössenunterschied einer Ein- oder Zwei-Euro-Münze. Seine Helligkeit nimmt dabei um etwa 30 % zu.

Zudem fand am 18. September von 4.12 Uhr bis 5.17 Uhr eine partielle Mondfinsternis statt. Die maximale Verfinsterung des Mondes war um 4.44 Uhr zu sehen. Bei einer Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond in einer Linie und der Vollmond wandert durch den Erdschatten. In diesem Falle streifte der Mond nur einen kleinen Teil des Erdschattens, sodass nur die rechte Seite des Mondes ein wenig verfinstert wurde.

Das Aargauer Seetal hatte für dieses Himmelsphänomen gerade noch Wetterglück. Während weiter südlich bereits eine geschlossene Hochnebeldecke lag, erschien der verfinsterte Mond immer wieder durch Löcher einer sich rasch bildenden Hochnebeldecke. Als die Mondfinsternis vorbei war, war dann auch der gesamte Himmel bedeckt.

Ein schönes Schauspiel bot auch der Aufgang des Supermondes am Abend des 18. September, der sich in orangen Farben hinter einer Reihe von Tannen erhob. (AW)

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