Standortförderung zweigleisig?

Hallwil An der Vorstandssitzung des Gemeindeverbandes Lebensraum Lenzburg Seetal (LLS) gab die Standortförderung zu reden.

Noch ist der Bereich Standortförderung nicht fix in der Aufgabenliste des LLS verankert. Die Vertreter der 26 angeschlossenen Gemeinden nahmen an der Zusammenkunft im Hallwiler Gemeindehaus die Aktivitäten von Standortleiterin Mani Sokoll jedoch positiv zur Kenntnis.

Bevor noch in diesem Jahr über die Fortführung dieser Stelle entschieden wird, gab ein Inserat der Stadt Lenzburg in diesem Zusammenhang zu reden. Unter dem Titel «Standortentwicklung & Kommunikation» will die Stadt eine 60-Prozent-Stelle besetzen. Dieses Inserat haben einige Wirtschaftsvertreter der LLS-Projektgruppe «Immobilien/Wirtschaft» befremdet zur Kenntnis genommen: «Operieren Stadt und LLS bei der Standortförderung plötzlich zweigleisig?», wurde eine Frage in die Vorstandssitzung hineingetragen.

LLS-Präsident Daniel Mosimann musste sich für einmal den Hut als Lenzburger Stadtammann aufsetzen und sich rechtfertigen: Die Stadt wolle die bisherige Stelle unter der neu geordneten Verwaltungsstruktur nur weiterführen und zudem gehe es dort nicht um Standortförderung, sondern in erster Linie um Standortentwicklung, was viel umfassender sei und auch gesellschaftliche und kulturelle Aspekte umfasse. Mosimann: «Diese Stelle war nie als Konkurrenz zur LLS-Standortförderung gedacht.»

Die üblichen Traktanden warfen keine hohen Wellen. Bei der Abnahme der Jahresrechnung nahm der Vorstand Kenntnis von einem Verlust von fast 18000 Franken im letzten Jahr.

Sechs Gemeinden (Boniswil, Fahrwangen, Lenzburg, Meisterschwanden, Möriken-Wildegg und Schafisheim) starten in den nächsten Monaten einen «digitalen Dorfplatz». Der Antrag, dieses Pilotprojekt unter dem Namen LLS als NRP-Projekt anzumelden, wurde mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung gutgeheissen.

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