«So ist die Brestenberg-Badi zu gross»

Seengen Viel zu gross und an den Bedürfnissen der Badegäste vorbei sei die Brestenberg-Badi geplant. Dies erläuterten Andrea Fischer und Jacqueline Ernst vor Ort. Sie sind die Initiantinnen des Referendums gegen das 606 000-Franken-Projekt, über das am 18. Juni abgestimmt wird.

«Badi würde das besondere Flair verlieren»: Andrea Fischer und Jacqueline Ernst, die Referendumsinitiantinnen gegen die Gemeindevorlage für den Ausbau der Brestenberg-Badi, auf dem Badiareal. Foto: Fritz Thut
«Badi würde das besondere Flair verlieren»: Andrea Fischer und Jacqueline Ernst, die Referendumsinitiantinnen gegen die Gemeindevorlage für den Ausbau der Brestenberg-Badi, auf dem Badiareal. Foto: Fritz Thut

Die Infrastruktur der Brestenberg-Badi soll verbessert werden. Die Seenger Stimmberechtigten haben an der Gemeindeversammlung im letzten November dafür einen Kredit von 606000 Franken bewilligt. Nach etlichen kritischen Voten fiel der Entscheid mit 109 zu 70 für Seenger Verhältnisse relativ knapp.

Jacqueline Ernst und Andrea Fischer als Initiantinnen sammelten zusammen mit der ad hoch gebildeten «Interessengemeinschaft schlankes Brestenberg» Unterschriften für ein Referendum, dass an der Urne nochmals über das Geschäft abgestimmt werden und der Entscheid damit breiter abgestützt werden kann. Noch vor Weihnachten wurde die Eingabe mit 558 gültigen Unterschriften eingereicht; nötig wären nur deren 311 gewesen.

Viel zu gross

Vor Ort, in der zu Frühlingsbeginn natürlich fast leeren Brestenberg-Badi, erläuterten die Initiantinnen, was sie an der Vorlage stört. «Der Bau ist viel zu gross konzipiert, nimmt der gesamten Anlage zu viel Rasenfläche weg, weshalb die Badi ohne Not ihr besonderes Flair verlieren würde», so Jacqueline Ernst. Das an der Gmeind vorgestellte Projekt schwang in einem Wettbewerb obenaus (vgl. Ausgabe vom 16. September 2021).

An dem «überdimensionierten Betongebäude» stören die Referendumsinitiantinnen vor allem der im Innern vorgesehene Baum und die hohe Anzahl an Garderoben und Duschen sowie der nicht nötige Kiosk. «Hingegen fehlt eine zweckmässige Entsorgungsstation», so Andrea Fischer. Man sei überhaupt nicht grundsätzlich gegen ein Infrastrukturgebäude und auch nicht in erster Linie gegen die hohen Kosten, die sich Seengen ja leisten könne, sondern gegen die schiere Grösse des Baus an diesem empfindlichen Ort.

«Man muss von den effektiven Bedürfnissen der Badegäste ausgehen», halten die beiden Frauen fest. Ihnen schwebt ein «zweckmässiges, funktionales und zurückhaltendes Gebäude vor – optimal in die Umgebung eingepasst».

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