SeReal auf gutem Weg

Seon Ueli Stucki ist im Hallenbad-Café eine Institution geworden. Mit 60 Jahren geht er jetzt in den Ruhestand.

Ueli Stucki im Hallenbad-Café in Seon: Er darf sich nach 36 Jahren im Hallenbad auf den Ruhestand freuen. Foto: Andreas Walker
Ueli Stucki im Hallenbad-Café in Seon: Er darf sich nach 36 Jahren im Hallenbad auf den Ruhestand freuen. Foto: Andreas Walker

Fahrwangen Die Schulaufsicht führte Ende 2024 die kantonale Qualitätskontrolle durch. Bei der Online-Befragung der Lehrpersonen befand sich die Oberstufe in Umbruchsituation: Kurz zuvor war die Kreisschule Oberes Seetal in die Schule Fahrwangen überführt worden. Zudem standen mit der bevorstehenden Pensionierung des damaligen Schulleiters und der geplanten Einführung einer neuen Führungsstruktur weitere wichtige Veränderungen an. Aus diesen Gründen entschied man, die Lehrpersonenbefragung später erneut durchzuführen.

Die Ergebnisse der erneuten Befragung sind erfreulich. In mehreren Bereichen zeigt sich eine deutliche Verbesserung. Das Team der SeReal hat positiv auf den Schulleitungswechsel reagiert und zeigt sich offen gegenüber den angestrebten Zielen und Veränderungen.

Ein wichtiges Entwicklungsziel bleibt die weitere Stärkung der unterrichtsbezogenen Zusammenarbeit unter den Lehrpersonen. Die Schulleitung freut sich zudem über die Rückmeldung, dass sich die Lehrpersonen in ihrer Arbeit unterstützt fühlen. Kritische Rückmeldungen werden ernst genommen und in der Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Gemeinderat laufend aufgenommen und besprochen.

Einschätzung durch die Schulaufsicht

Arbeitsklima der Lehrpersonen, Elternkontakte, Schul- und Unterrichtsklima, Schulführung, Qualitätsmanagement, Umgang mit Vielfalt und Ressourcen sowie kantonale Vorgaben wurden geprüft.

In allen Bereichen liegt die SeReal Fahrwangen bei der Nachbefragung im kantonalen Durchschnitt oder deutlich darüber. Die Schulaufsicht hat bei der Schule Fahrwangen SeReal keine Hinweise auf Schwierigkeiten festgestellt in Bezug auf die Erfüllung der grundlegenden Anforderungen in den Qualitätsbereichen.(pd/rfb)

Wer das Hallenbad-Café in Seon betritt, sieht einen Spruch auf einem grossen Stoffband, worauf steht «Eine Legende im Ruhestand». Damit ist Ueli Stucki gemeint, der Mann, der 36 Jahre hier als Wirt und Koch tätig war. Nun geht er in den Ruhestand. Ob ihm der Abschied schwerfällt, will der Schreibende wissen.

Ueli Stucki meint: «Ich gehe mit schwerem Herzen, aber ich bin sehr glücklich, dass ich gute Nachfolger gefunden habe. Es sind zwei Köche im richtigen Alter, die meine Nachfolge antreten, zwei Brüder, 31 und 36 Jahre alt. Der eine wohnt bereits im Dorf und ist gut integriert. Sein Bruder wohnt in Wohlen. Einer von ihnen hatte auf der Homepage gesehen, dass es hier frei wird, und hat alles in Bewegung gesetzt, um hier zu arbeiten.» Das war bei Stucki ähnlich. Auch er hatte es damals gesehen und sofort zugeschlagen. Im Juli 1990 hatte er dann im Hallenbad-Café angefangen und Ende Juli wird er aufhören.

Was war das Spektakulärste in diesen fast vier Jahrzehnten? Stucki erklärt: «Alles in allem gab es vier Einbrüche. Als ich angefangen hatte, wurde jeweils der Billettkasten geknackt. Dann bauten wir eine Alarmanlage ein und hatten eine Zeit lang Ruhe. Später haben wir einen stillen Alarm installiert und sie haben es dann wieder probiert. Die Einbrecher konnten schliesslich gefasst werden.»

Es ist komplizierter geworden

Was hat sich geändert in den vergangenen 36 Jahren? Stucki resümiert: «Im Gegensatz zu früher sind die Gäste ungeduldiger geworden. Wir sind immer darum bemüht, dass die Gäste ihr Essen schnell bekommen, aber wenn wir 80 bis 100 Essen servieren, geht es eben länger. Die Gäste schätzen es, dass hier schnell und effizient gearbeitet wird. Wenn sie bestellt haben, können sie gleich bezahlen und nach dem Essen gehen. Die Gäste sind nicht nur vom Hallenbad. Über Mittag kommen rund 70 Prozent Auswärtige, die sich hier verpflegen.»

Was kommt jetzt in Stuckis Leben? Er will Termine wahrnehmen, die er immer vor sich hergeschoben hat. «Ich will mehr Schwingfeste besuchen und mehr angeln gehen», meint er schmunzelnd.

Ganz aufhören wird er dann doch noch nicht. «Hin und wieder werde ich noch kochen für die Gäste. Was ich aufgebaut habe, gebe ich gerne weiter. Die Nachfolger wollen grundsätzlich in ähnlichem Stil weiterfahren, wie ich es getan habe.» Am 16. August wird ein Einweihungsfest stattfinden und Ueli Stucki wird dann offiziell verabschiedet. Eine letzte Nachricht möchte Stucki noch seinen langjährigen und treuen Kunden mitgeben: «Wenn jemand noch Gutscheine für das Restaurant hat, soll er sie bis zum 30. Juni einlösen. Auch ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde Seon für das langjährige Vertrauen und das angenehme Pachtverhältnis. Bereits heute wünsche ich den Gebrüdern Lucas und Claude Berger viel Freude an ihrer Arbeit und einen guten Start.»

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