Sechste Förster-Generation übernimmt mit einem neuen Plan
In geselligem Rahmen wurde der neue Betriebsplan des Forstbetriebs Rietenberg unterzeichnet. Das Planwerk erarbeitete Matthias Bruder, der als neuer Förster seinen in Pension gehenden Vater Heinz ablöst.
Im Forstbetrieb Rietenberg sind seit gut 10 Jahren die rund 1000 Hektaren Wald der Gemeinden Dintikon, Egliswil, Hendschiken, Seengen und Villmergen zusammengefasst. Zudem werden Wälder von Boniswil und Hallwil betreut. So gestaltete sich die Unterzeichnung des neuen Betriebsplans, der die Bewirtschaftung und Nutzung der nächsten 15 Jahre regelt, zu einer grösseren logistischen Übung: Das dicke Werk, das in den letzten Monaten vom künftigen Förster Matthias Bruder ausgearbeitet wurde, wurde von den beteiligten Parteien in zehnfacher Ausfertigung unterzeichnet.
Die Zeremonie, an der neben der ganzen Belegschaft und den Gemeindevertretern auch der Kantons- und Kreisförster und zur musikalischen Untermalung Bläser der Jagdhorngruppe Hallwyl teilnahmen, fand in der Waldhütte Tanzplatz in Seengen statt. Forstkommissionspräsident Daniel Lüem, der sein Amt wegen der Abwahl als Gemeindeammann von Hendschiken 2018 an den Egliswiler Gemeindeammann Rolf Jäggi weitergibt, sprach von einem «historischen Moment»: Erstmals seit der Fusion bekommt das ganze Rietenberg-Gebiet einen einheitlichen Betriebsplan.
Eine Bank zur Pension
Mit dem Inkrafttreten des neuen Planes geht eine familieninterne Wachtablösung einher. Der bisherige Leiter des Forstbetriebs Rietenberg, Heinz Bruder, geht in Pension. Während 31 Jahren (die letzten 10 davon im Rietenberg-Verbund) hat er sich um die Seenger Waldungen gekümmert.
In den verschiedenen Würdigungen wurde vor allem sein Flair für die Öffentlichkeitsarbeit herausgestrichen: «Er hat die Anliegen seines Waldes nach aussen getragen, auch wenn es nicht immer einfach war», so Lüem. Eine Sitzbank aus Rietenberg-Holz bildete das Abschiedsgeschenk.
Heinz Bruder hinterlasse einen «gut aufgestellten Forstbetrieb», so Lüem. Diesen führt nun sein Sohn Matthias weiter. Der neue Rietenberg-Förster bildet die sechste Generation Bruder, die im hiesigen Forst wirkt. Daniel Lüem hielt noch einmal fest, dass sich Matthias «im Bewerbungsverfahren gegen starke Konkurrenten durchgesetzt» habe; Erb-Dynastien gibt es draussen im Wald also nicht.
Gemäss Kantonsförster Alain Morier muss nun der Betriebsplan mit Leben gefüllt werden. Er wünschte zum guten Gelingen «wenig Stürme, wenig Borkenkäfer und wenig Eschenwelke».







