«Schliefschüenle» – auch bei milden Temperaturen

Meisterschwanden Seit dem 1. Dezember glänzt der Dorfplatz mit einer mobilen Kunsteisbahn. Der Elternverein Meisterschwanden/Tennwil will damit das Dorf beleben und einen ungezwungenen Treffpunkt an der frischen Luft schaffen.

Haben die Eisbahn ins Leben gerufen: Diana Bamert und Janine Peleja.Foto: Debora Hugentobler

Ein grosser LKW brachte die massiven Einzelteile der Bahn, die vom Kanton gemietet wird, nach Meisterschwanden. Bereits beim Aufbau konnten die engagierten Vorstandsmitglieder vom Elternverein Diana Bamert und Janine Peleja auf tatkräftige Helfer zählen. Denn davon braucht es viele. Von der Schlittschuhausgabe zum Bedienen der Schleifmaschine bis hin zur Essen- und Getränkeausgabe. Obwohl das Interesse für Freiwilligenarbeit in Vereinen oft klein sei, konnten für dieses Projekt alle Schichten besetzt werden. «Es ist gut organisiert und ich weiss, was ich zu tun habe», sagt eine Mutter aus dem Dorf, die sich als freiwillige Helferin gemeldet hat.

Der Elternverein wollte bei diesem Projekt auf Sponsorengelder verzichten und freut sich deshalb umso mehr, dass so viele Freiwillige regelmässig Kuchen für den Verkauf backen. Um Gewinn gehe es dem Verein nicht. Die Nutzung der Bahn ist kostenlos, damit niemand des Geldes wegen verzichten muss.

Eisbahn ohne Eis

Die mobile Eisbahn überzeugt mit einem Kunststoffgleitbelag, welcher das Schlittschuhfahren auch bei milden Temperaturen ermöglicht. Nach jedem Gebrauch werden die Schuhe von einer freiwilligen Person an der Schleifmaschine neu geschliffen. Auf der Kunsteisbahn gestalte sich das Schlittschuhfahren etwas schwieriger, weil die Schuhe nicht gleiten wie auf dem Eis. Wiederholungstäter, die den Dreh bereits raushaben, erkenne man schnell, sagen die Vorstandsmitglieder.

Von Eishockey bis Eisstockschiessen

Alle Schulklassen des Dorfes durften bereits eine Doppelturnlektion auf der Bahn verbringen. Die beiden Vorstandsmitglieder fragten neben der Schule auch die Turnvereine an. Die Kinder erfreuen sich mehrheitlich an Eishockeyturnieren, während sich die Erwachsenen gerne in einem Eisstockschiess-Wettkampf messen. Die Eisbahnmuffel überzeugt der Dorfplatz mit der Glühweinausgabe. «Die Eisbahn ist das eine, das andere ist das Ganzheitliche – dass etwas im Dorf läuft», sagt Diana Bamert.

Die beiden Vorstandsmitglieder hoffen, dass der Elternverein dank diesem Projekt künftig mehr wahrgenommen wird. Mit dem Ziel, Menschen zu verbinden und das Dorf zu bereichern. Sie beschreiben den Treffpunkt als «friedlichen Hafen in unsicheren Zeiten». Egal, was in der Weihnachtszeit belastet, hier könne man abschalten. Ganz nach dem Motto: Alles kann, nichts muss.

An neuen Ideen für das kommende Jahr mangelt es nicht. Welches Projekt es genau sein wird, ist noch unklar. Diana Bamert und Janine Peleja werden das Feedback des Dorfes abwarten und dann ihren spontanen Ideen nachgehen. Bis dahin geniessen sie die gut besuchte Kunsteisbahn, welche noch bis zum 20. Dezember bestaunt werden kann.

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