Pilze, soweit das Auge reicht
Trotz prachtvollem Herbstwetter war die vom Pilzverein Seetal organisierte Ausstellung in der MZH Meisterschwanden ein Riesenerfolg.
Seit 1976 führt der Verein diesen zweitägigen Anlass jeweils Mitte Oktober durch. Wie Werner Hegi, Präsident des Pilzvereins, und Jakob Humbel erklärten, sammelten die rund 40 Mitglieder in fast der ganzen Schweiz gegen 400 Pilze kurz vor dem Anlass, das heisst am Freitag davor. In aufwendiger Art und Weise werden diese dann den Besuchern präsentiert, fein säuberlich, mit deutschen, lateinischen oder griechischen Namen versehen, kann man erahnen, was alles in unserer Natur wächst.
Neben den rund 30 essbaren Pilzen, grün markiert, gibt es die mit der roten Beschriftung, will heissen giftig oder tödlich, die gelben, keine Speisepilze und die blauen, die zwar nicht essbar, aber schonenswert sind, da sehr selten. Nebst den bekannten Pilzen für den täglichen Verzehr sah man mit Bewunderung, was unser Waldboden alles hergibt. Ob rund, eckig oder grasförmig, alles war vorhanden.
Ausgezeichnetes Pilzjahr
2017 war ein ausgezeichnetes Pilzjahr. Im Gegensatz zum letzten Jahr war es für die Pilzsuchenden einfacher, daher auch der grosse Erfolg mit so viel verschiedenen Arten.
Stets standen Vereinsmitglieder Rede und Antwort, man konnte über die Vielfalt nur staunen. Röhrlinge, essbar und giftig, Lamellenpilze, Wulstlinge, Trichterlinge, Milchlinge, Täublinge, Schirmlinge und viele mehr. Wie auch bei der Gattung der Champignons gibt es bei vielen Arten sowohl giftige als auch essbare Sorten. Eine Pilzkontrolle ist also auf jeden Fall nur von Vorteil, wie Humbel erklärte. Ebenfalls erfuhr der Laie, dass die Beschaffenheit des Pilzes von Bedeutung sei, das schöne Aussehen sei sekundär.
Nach so vielen Pilzen ab ins Restaurant. Wer an der Ausstellung so richtig auf den Geschmack kam, konnte im Restaurant nebenan Pilzpastetli, Pilzragout, Pilzsalat oder eine Pilzsuppe essen. Ein weiteres Mal hat der Pilzverein Seetal den Anlass in vorzüglicher Weise durchgeführt. Der grosse Publikumsaufmarsch ist Beweis dafür.







