Meisterschwanden: Spardruck prägt Gemeindeversammlung

Noch immer leidet das Dorf unter dem Wegzug guter Steuerzahler.Foto: Mathias Förster

Meisterschwanden An der gut besuchten Gemeindeversammlung in Meisterschwanden stand der Gemeinderat unter besonderer Beobachtung. Nachdem im vergangenen Herbst die geplante Steuererhöhung abgelehnt worden war, sah sich die Behörde mit dem Vorwurf konfrontiert, zu hohe Ausgaben zu tätigen. Vizeammann Dieter Studer betonte, dass sämtliche Verwaltungsbereiche auf Sparpotenzial geprüft worden seien, und kündigte an, künftig noch genauer auf die Ausgabendisziplin zu achten. Kritisch beurteilt wurde insbesondere der Kredit über 455000 Franken für die Erweiterung der Entsorgungsstelle im Werkhof. Die geplante Überdachung zusätzlicher Sammelstellen für Kunststoff und Papier wurde von vielen als unnötig empfunden. Trotz dem Hinweis des Gemeinderats, dass die Abfallgebühren durch das Projekt nicht steigen würden, lehnte die Versammlung den Antrag deutlich ab. Bewilligt hingegen wurde ein Kredit von 295000 Franken im Zusammenhang mit dem geplanten Seewasserwerk. Mit diesen Mitteln sollen bestehende Wasserleitungen im Gebiet Wurmet entkoppelt und in öffentliche Strassenparzellen an der Seefeldstrasse verlegt werden. Der Gemeinderat betonte, dass dadurch eine sinnvolle Synergie mit dem Wasserwerksprojekt entsteht, dessen Bau nach langjährigen Verzögerungen im Herbst 2025 starten soll. Zur Kenntnis genommen wurde auch, dass das Schulprojekt «Flipper» für die Sanierung und Erweiterung der Anlage Eggen neu aufgegleist werden muss. Der bestehende Projektierungskredit über 1,9 Millionen Franken bleibt teilweise nutzbar. Details zum weiteren Vorgehen sollen an der nächsten Gemeindeversammlung präsentiert werden.(lso/rfb)

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