Holz aus dem heimischen Wald

Rupperswil Die Arbeiten für Keller und Unterflurgarage für den Neubau des Mehrfamilienhauses der Ortsbürgergemeinde Rupperswil am Heuweg 6 sind fertiggestellt, sodass der Aufbau der Erd- und Obergeschosse zeitgemäss erfolgen kann. Die ersten Weisstannen aus dem heimischen Wald für die Fassade wurden am Freitag, 24. Oktober, planmässig gefällt.

Die Fällung wurde gestartet (von links): David Zimmerli, Erich Hediger, Förster Andreas Wirth, Forstmitarbeiter Simeon Mühlefluh, Ruedi Hediger und Bauleiter David Santschi.Foto: zvg
Die Fällung wurde gestartet (von links): David Zimmerli, Erich Hediger, Förster Andreas Wirth, Forstmitarbeiter Simeon Mühlefluh, Ruedi Hediger und Bauleiter David Santschi.Foto: zvg

Das Grundstück Heuweg 6 in Rupperswil gehört der Ortsbürgergemeinde und wird derzeit mit einem Mehrfamilienhaus für altersgerechtes Wohnen bebaut. Das Projekt kostet 4,49 Millionen Franken, die Liegenschaft mit sieben Wohnungen soll Ende 2026 bezugsbereit sein.

Zum Start der Fällarbeiten für die rund 500 Quadratmeter grosse Holzfassade trafen sich die Mitglieder der Baukommission, das Architektenteam sowie zwei Fachkräfte des regionalen Forstbetriebs im Waldgebiet Sack Lenzhard. Sturm Benjamin, der vergangene Woche über die Schweiz hinwegfegte, hatte den Weisstannen nichts anhaben können. Für die Fällung brauchte es Förster Andreas Wirth und Forstmitarbeiter Simeon Mühlefluh – ausgerüstet mit Motorsäge und Keil. Rund 25 Tannen im Alter zwischen 100 und 120 Jahren werden benötigt.

In einer regionalen Sägerei erfolgen Einschnitt, Lagerung, Trocknung und Oberflächenbehandlung, bevor das Holz im Frühling auf der Baustelle verbaut wird. Kommissionspräsident Ruedi Hediger brachte gute Nachrichten von der Baustelle in den Wald und dankte dem Team der Setz Architektur AG für den bisher einwandfreien Verlauf des Bauprogramms. «Wenn das Wetter in den nächsten Wochen mitmacht, könnte das Dach noch vor Weihnachten den wichtigen Schutz über den Baukörper bringen», stellte Geschäftsführer und Holzbauingenieur David Zimmerli vorsichtig in Aussicht.

Der professionelle Schnitt mit der Säge durch Simeon Mühlefluh und der finale Fall dank der Keil-Unterstützung durch Andreas Wirth verliefen reibungslos – die Tanne fiel punktgenau ins vorgesehene Gehölz. Mit der Verwendung von Holz aus ortsbürgerlichem Bestand erhält der regionale Forstbetrieb, zu dem auch Rupperswil gehört, einen lukrativen Auftrag. Kurze Transportwege und die Verarbeitung von heimischem Holz tragen zudem zu einer nachhaltigen Bauweise bei.(msu)

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