Mehr in der Kasse als erwartet

Beinwil am See 141 von 2495 Stimmberechtigten wohnten trotz grosser Hitze der Gemeindeversammlung bei. Dies wegen der wichtigen anstehenden Investitionen. Die ersten Traktanden gingen einstimmig über die Bühne. Die Rechnung schliesst um 1,2 Mio. besser ab als budgetiert. Dank guter Steuereinnahmen resultierte ein Ertragsüberschuss von fast 900000 Franken. Die Kreditabrechnung für Landumlegung/Gestaltungsplan Tschuepli von 175000 Franken ging ebenfalls durch. Die Kosten wurden bereits 2023 und 2024 abgeschrieben. Die Kreditabrechnung Widenmatt schliesst mit einer Unterschreitung von 18 % ab mit rund 916000 Franken. Die Abrechnung Weingartstrasse passierte ebenso mit Minderkosten von 300790 Franken. Ohne Probleme wurden vier Personen aus Deutschland und eine aus Frankreich in der Gemeinde eingebürgert. Dem Antrag des Gemeinderats, die Erinnerungsstätte für totgeborene Kinder als «Engelsgrab» zu bezeichnen, fand ebenfalls einstimmig Zuspruch. Das aus dem Jahr 2004 stammende Personalreglement wird einer Totalrevision unterzogen. Auch diesem Antrag folgte der Souverän einstimmig. In der Immobilienstrategie der Gemeinde spielt die Arealplanung «Steineggli» eine zentrale Rolle. Der Fokus liegt auf einem Schulstandort und dem Neubau einer Turnhalle, der Erweiterung Sanierung/Ersatzbau des Schneggli mit Musikschule, Kindergarten- und Primarklassen und der Tagesstruktur sowie dem Ersatz des Sportplatzes als zentrale Bestandteile auf dem Areal Steineggli. Der Gemeinderat stellt einen Kreditantrag von 150000 Franken. Er möchte bis zu acht Planungsbüros, die je drei Optionen zum Ersatzbau des Schulhauses und der Turnhalle erarbeiten. Diskussionen um die Turnhallenfrage, zweifach oder dreifach, kamen auf. Namens der FDP wurde der Antrag gestellt, den Kredit um 100000 Franken auf 250000 zu erhöhen. Gemäss dem Antragssteller Reinhard Wiederkehr schafft eine professionelle Begleitung Sicherheit. Er möchte drei Büros mit der Planung beauftragen. Der Konkurrenzkampf ist für ihn der beste Weg zu einer guten Lösung. Ein sauberes Pflichtenheft sei selbstverständlich die Voraussetzung, es gehe hier um eine grössere Investition von etwa 30 Mio. Franken. Dem Antrag Wiederkehr auf eine Aufstockung des Kredits auf 250000 wurde mit 81 zu 48 Stimmen zugestimmt. Für Diskussionen sorgte der Antrag von 120000 Franken für die Anschaffung von Unterflurcontainern. Am Schluss passierte der Antrag einstimmig. Ebenfalls einstimmig ging der Kreditantrag von 486000 Franken für die Kanalisation Kehlstrasse–Kirchmoos über die Bühne. Grosse Investitionen warten auf die Gemeinde. (ASt)

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