Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Bettwil Nach viermonatiger Renovationszeit wurde die Kirche St. Josef von Weihbischof Denis Theurillat in einem Festgottesdienst wieder eingesegnet. Pfarrer Marco Vonarburg fehlte krankheitshalber.

<em>Zentraler Akt:</em> Weihbischof Denis Theurillat segnete die sanierte Kirche wieder ein.Foto: Alfred Gassmann
<em>Zentraler Akt:</em> Weihbischof Denis Theurillat segnete die sanierte Kirche wieder ein.Foto: Alfred Gassmann

Die Kirchgemeinde Bettwil hatte am vergangenen Sonntag allen Grund zu feiern, «Grosser Gott wir loben dich» anzustimmen, zu beten, zu danken und schliesslich anzustossen.

Ein Wermutstropfen blieb: Kirchenpflegepräsident Felix Furrer musste einleitend das Fehlen von Pfarrer Marco Vonarburg bekannt geben. Ihm wurde eine gute Besserung gewünscht. Musikalisch mitgestaltet und bereichert wurde die Messe durch den benachbarten Kirchenchor Schongau unter der Leitung von Gisela Leitlein.

Als zentralen Akt im Festgottesdienst segnete Weihbischof Denis Theurillat den Raum wieder ein und bat die Chöre im Himmel, die Freude in Bettwil mit Jubel und Gesang zu teilen.

Am Pfingstdienstag wurde die Renovation nach seriöser Vorarbeit begonnen. Nun erstrahlt die 230-jährige Kirche in neuem Glanz. Die Kirchenbänke präsentieren sich frisch lackiert. Gereinigt wurden die Altäre, die Kanzel, die Bilder sowie die Statuen. Alle pilzbefallenen Mauerteile liessen sich fachmännisch sanieren.

Selbstredend war am Festtag kein Putzlappen mehr sichtbar. Vielmehr schmückten fünf Blumensträusse in den Kirchenfarben Weiss und Gelb den Chorraum. Kein passenderes Lied als «Ein Haus voll Glorie schauet» hätte gesungen werden können.

Brauchen wir noch Kirchen?

Weihbischof Denis Theurillat stellte in seiner Predigt die überraschende und provokative Frage nach der Notwendigkeit von Gotteshäusern. Er höre oft Menschen, die sich mit Gott zu Hause oder in der freien Natur zu verbinden versuchen. «Doch Christen brauchen einen Ort, um zu beten, Gott nahe zu sein, die Sakramente empfangen zu können, Gemeinschaft zu erleben und um den Glauben und die Hoffnung feiern zu können», legte der Bischof dar.

Und er fuhr fort, Gott liebe uns alle, wir seien nie allein auf unserem Lebensweg. Als Konsequenz gelte es, seine Worte in unsere Herzen aufzunehmen und auf die Liebe Gottes mit unserem Leben zu antworten.

Der Bischof dankte den Erbauern der Kirche in den Jahren 1788/1789 und vergass nicht, die Kirchgemeinde Bettwil zu loben für ihren Willen, das denkmalgeschützte Gotteshaus zu unterhalten und zu pflegen.

Auch während der Predigt drangen helle Strahlen in den Raum. «Seht, das Morgenlicht macht den Raum noch schöner.»

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