In Boniswil gefährdet Personalmangel Lotsendienst
Vor knapp 20 Jahren wurde in Boniswil der Lotsendienst über die Seetalstrasse eingeführt. Initiiert und betrieben wurde er von Eltern von Kindergartenkindern und Schülern der 1. und 2. Klasse, die oberhalb der Hauptstrasse wohnten. Sie hatten sich zur Arbeitsgruppe sicherer Schulweg (AgsS) zusammengeschlossen.
Die Gemeinde und die AgsS haben den Lotsendienst seinerzeit in einem Vertrag geregelt. Die Gemeinde übernimmt die Kosten für die Ausbildung, Ausrüstung und für die Entschädigung der Lotsen (14400 Franken pro Jahr). Die AgsS ist besorgt für die Rekrutierung der Lotsen. Wenn die AgsS nicht mehr in der Lage ist, die Lotsen zu stellen, wird der Lotsendienst gemäss Vertrag eingestellt.
Schon seit einigen Jahren sind die Lotsenhelferinnen nicht mehr betroffene Eltern. Andere Helferinnen haben sich zu diesem Einsatz bereit erklärt. Nun ist es aber so, dass die bevorstehenden Abgänge bei den Lotsen nicht mehr ersetzt werden können. Spätestens ab den Sommerferien stellt sich die Frage, ob und wie der Lotsendienst weitergeführt werden soll. Zurzeit besuchen vier Kinder westlich der Seetalstrasse den Kindergarten und die 1. und 2. Klasse Primarschule.
Der Lotsendienst hatte sich im Dorf schnell etabliert und war in der Bevölkerung unumstritten. Inzwischen haben sich die Voraussetzungen etwas verändert. Einerseits müssen die Kinder nicht mehr zusätzlich auch noch die Bahn überqueren und die Mittelinsel beim Fussgängerübergang wird dieser Tage nochmals beträchtlich verbreitert, andererseits hat der Verkehr, insbesondere der Lastwagenverkehr, noch mehr zugenommen. Der Gemeinderat will in der zweiten Märzhälfte das weitere Vorgehen mit allen Betroffenen (Eltern, Schule, bfu) besprechen. (RH)



