Im Juni kommt der neue Wellbaum

Die Sanierung der Hammerschmiede in Seengen kommt gut voran. An der jüngsten GV wurde das renovierte Wasserrad gezeigt. Schon im nächsten Monat kommt der neue Wellbaum.

Wieder fast wie neu: An der GV des Vereins Hammerschmiede Seengen posieren Präsident Jörg Leimgruber und Vorstandsmitglied Hansruedi Widmer mit dem renovierten Wasserrad. Foto: Fritz Thut
Wieder fast wie neu: An der GV des Vereins Hammerschmiede Seengen posieren Präsident Jörg Leimgruber und Vorstandsmitglied Hansruedi Widmer mit dem renovierten Wasserrad. Foto: Fritz Thut

Die Hammerschmiede auf dem Areal der Rudolf Sandmeier AG im Seenger Oberdorf soll wieder in altem Glanz auferstehen. Seit 2009 während einer Demonstration der zentrale Wellbaum, der die Kraft vom Wasserrad auf die ursprünglich fünf Schwanzhämmer überträgt, gebrochen ist, lag die Anlage brach.

Ein eigens gegründeter Verein will die Hammerschmiede, die grösste ihrer Art in der Schweiz, sanieren und der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen. An Ort und Stelle wurde nun während der zweiten Generalversammlung über den Stand der Bemühungen informiert. Und der Fahrplan stimmt.

Wasserrad erstrahlt in Schwarz

Vor der Abwicklung der statutarischen Geschäfte konnten sich die Vereinsmitglieder über den Zwischenstand der Sanierung informieren. Im Gebäude hat man die Wände derart vorbereitet, dass sie bald neu gestrichen werden können. Vorstandsmitglied Richard Zuckschwerdt hat verschiedene Musterflächen anbringen lassen.

Noch augenfälliger ist das bereits vollständig restaurierte Wasserrad. Nach dem schwierigen Ausbau im letzten September wurde das vier Meter grosse Rad zuerst gereinigt. Verschiedene vom Rost ausgefressene Löcher wurden geflickt und nun liegt das vier Tonnen schwere Stück schwarz gestrichen im Hof der Schmitte.

Das künftige Herzstück der Anlage, der aus französischer Eiche gefertigte neue Wellbaum, wird in der Wagnerei von Simon Oehrli in Lauenen im Berner Oberland vorbereitet und soll, wenn alles plangemäss verläuft, Anfang Juni in der Hammerschmiede Seengen eintreffen und eingebaut werden.

Finanziell auf Kurs

Auch im Hintergrund laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Gemäss dem Jahresbericht von Vereinspräsident Jörg Leimgruber sind drei Viertel des Gesamtbudgets von 750000 Franken abgesichert. Neben den namhaften Beiträgen von Bund, Kanton und Gemeinde sind bereits 100000 Franken von Sponsoren beisammen, wie Kassierin Marianne Wildi ausführte. Noch fehlt ein Stück, und wer den Verein unterstützen will, kann sich zu den bisherigen fast 200 Mitgliedern gesellen.

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