Ideen für attraktives Zentrum

«Ein attraktives Zentrum für Birrwil.» So lautet der Titel der Masterarbeit, die Lidia Räber vergangenen Freitag am «Schüür-Obe» in Birrwil präsentierte.

Am Ort des Geschehens: Lidia Räber, Studentin Raumentwicklung ETH, präsentierte ihre Masterarbeit «Ein attraktives Zentrum für Birrwil». Foto: Larissa Hunziker
Am Ort des Geschehens: Lidia Räber, Studentin Raumentwicklung ETH, präsentierte ihre Masterarbeit «Ein attraktives Zentrum für Birrwil». Foto: Larissa Hunziker

Lidia Räber studiert an der ETH in Zürich Raumentwicklung und stellte soeben ihre Masterarbeit fertig, die sich damit befasst, wie Dorfzentren attraktiver gemacht werden könnten. Als Beispiel nahm sie Birrwil, ihre Wohngemeinde, der sie nun ihre Masterarbeit vorstellen durfte.

Einleitend stellte Lidia Räber gleich klar, dass es sich bei der Präsentation nicht um konkrete Projekte oder Vorhaben des Gemeinderates handle, sondern dass diese Masterarbeit lediglich ihre Vorgehensweisen und Möglichkeiten beinhalte.

Grosses Potenzial vorhanden

Birrwil sei zwar attraktiv, begann Lidia Räber, es gebe im Dorfzentrum zwei Restaurants und die Primarschule, viele Vereine seien in Birrwil ansässig und der Bahnhof bedeute eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Birrwil habe in den letzten Jahren ein enormes Bevölkerungswachstum erfahren. Wenn alle Räume entwickelt beziehungsweise bereits bestehende Projekte realisiert werden, kann mit einem Anstieg der Bevölkerung von rund 340 bis 500 neuen Einwohnern gerechnet werden. Eine Überarbeitung des Dorfzentrums scheint somit eine realistische Aufgabe zu werden.

In ihrer Arbeit teilte Lidia Räber Birrwil in die drei Zentren «See», «Bahnhof» und «Dorf» ein, von denen ihrer Meinung nach das Zentrum «Dorf» am meisten Potenzial bietet. Die öffentlichen Einrichtungen beleben den Raum, es bestehen viele Parkmöglichkeiten und der Rückzugsort beim Gemeindehaus mit den Bänken und der herrlichen Seesicht ist beliebt.

Lidia Räber sieht eine Konzentrierung der Parkmöglichkeiten als sinnvoll an. Sie könnte sich im Dorfzentrum auch eine Tempo-30-Zone vorstellen, da es sich dabei aber um eine Kantonsstrasse handelt, ist das eher eine vage Vorstellung.

Eine Chance für einen Dorfladen

Auch gibt sie einem Dorfladen eine reelle Chance. Die zahlreichen neuen Einwohner direkt im Dorfzentrum könnten dafür sorgen, dass ein Dorfladen existieren könnte. Es müssten aber auch alle anderen Einwohner, seien es die auf dem Berg oder die unten am See, in diesem Laden einkaufen. Als Worst-Case-Szenario bezeichnet Lidia Räber die Schliessung der Schule und der Restaurants.

Lidia Räber stellt fest, dass die Gemeinde sich aktiv mit diesem Thema befassen und die Bevölkerung einbinden muss, damit etwas zu aller Zufriedenheit entstehen kann. In der anschliessenden Diskussion unter den Anwesenden wurde klar, dass es viel Hoffnung und Motivation, aber auch ebenso viel Bedenken und Zurückhaltung gibt. Die Zeit wird zeigen, wie sich das Dorfzentrum von Birrwil entwickeln wird.

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