Hoher Besuch am Dreikönigstag

Gab sich die Ehre: Johannes von Hallwyl. Foto: Alexander Studer

Seengen Die Tradition will es, dass am 6. Januar der Ausblick auf das Museumsjahr durchgeführt wird. Auch dieses Jahr auf Schloss Hallwyl. Die Freude von Sonja Richner aus Unterkulm war gross, als sie zur neuen Königin gekrönt wurde. Das richtig gewählte Kuchenstück ermöglicht ihr ein Jahr lang freien Eintritt zu allen Standorten von Museum Aargau. Der grosse Auftritt von Johannes von Hallwyl, blondes Toupet, der damaligen Zeit entsprechend, war gekommen. Er erwähnte seine Zeit als Hauptmann in Saint-Dominique, vom Leben dort, das er, zurück in der Heimat, sehr vermisste. Hin und wieder seien jedoch Produkte aus der Karibik an ihn gesendet worden. Sibylla Fischer, Leiterin Kommunikation und Marketing, die den krankheitshalber abwesenden Museumsdirektor Marco Sigg vertrat, ging detailliert auf die Rekonstruktion des Lebens der Familie von Hallwyl ein. Fischer liess 2024 Revue passieren und beleuchtete die verschiedenen Veranstaltungen in diesem Jahr. Auf der «Wildegg» wird unter anderem gezeigt, wie im 18./19. Jahrhundert ein Wald bewirtschaftet wurde. Ebenso wird die wirtschaftliche Bedeutung des Aargauer Weinbaus in der damaligen Zeit aufgezeigt. Saisonstart ist für die vier Schlösser am 1. April. Im Juli wird das Kloster Königsfelden wieder öffnen. Führungen zur Geschichte des Klosters und zu den Glasmalereien sind im Angebot. Der Legionärspfad in Vindonissa, mit verschiedenen Attraktionen, wird sich auch heuer grosser Beliebtheit erfreuen.

Weniger Vergangenheit, mehr Zukunft: Die Politik schaue weniger in die Vergangenheit zurück, da die Zukunft gestaltet werden muss, erklärte Grossratspräsidentin Mirjam Kosch in ihrer Rede. Zu viele Detailfragen, die grossen Zusammenhänge kämen zu kurz. Sie zeigte die wichtige Rolle des Museums Aargau auf. Es brauche den Mut, aktiv an der Geschichte mitzuwirken. Geschichte ist jetzt. (Alexander Studer)

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