Hereinspaziert ins Gemeindehaus

Sarmenstorf Das Dorf wächst und übernimmt Verwaltungsaufgaben von umliegenden Gemeinden. Nötig wurde mehr Platz im Gemeindehaus. Nun ist der Umbau abgeschlossen. Grund genug, die Bevölkerung zu einer Besichtigung einzuladen.

<em>Umgebaut:</em> Einst eine Stube mit Küche, heute behagliche Büros für die Sarmenstorfer Gemeindeverwaltung. Foto: Alfred Gassmann
<em>Umgebaut:</em> Einst eine Stube mit Küche, heute behagliche Büros für die Sarmenstorfer Gemeindeverwaltung. Foto: Alfred Gassmann

Was mit dem Verpflichtungskredit von 740000 Franken umgestaltet und umgebaut wurde, interessiert. Die Bevölkerung folgte diesen Montagabend der Einladung des Gemeinderates. Vizeammann Meinrad Baur zeigte sich vom Interesse angetan. Am 3. Januar legten die Bauarbeiter los. Baur zeigte sich dankbar über das vom Personal aufgebrachte Verständnis für den Baulärm und für all die Umstände.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Von den Besuchern kamen übereinstimmend nur lobende Worte: Die Umdispositionen und das frische Ambiente können überzeugen und finden Anklang. Der Vizeammann erläuterte die vorgenommenen baulichen Massnahmen und erhofft sich viel vom ausgeklügelten Aufwand für ein ausgeglichenes Raumklima.

Helle Räume und neu möbliert

Um Platz zu schaffen, wurde bereits vor neun Jahren die Wohnung im Obergeschoss in Büros umgestaltet. Doch das 35-jährige Gebäude bot noch weitere Flächen, die sich intensiver nutzen lassen. Die Haupteingriffe erfolgten im Obergeschoss für die Abteilungen Finanzen und Steuern.

Der nicht ausgebaute Estrichraum diente bis anhin lediglich als Archivraum. Das Projekt sah vor, das Archiv in das Untergeschoss zu zügeln, die ehemalige Küche zu entfernen und den Estrich mittels einer grosszügigen Lukarne auszubauen.

Ein neuer Schalter trennt nach dem Umbau den Gang, der als Wartezone dient, von den Büros. Die Abteilungen Finanzen und Steuern verfügen nun über ein gemeinsames Besprechungszimmer.

Ausser einem neuen Personalraum bleibt das Erdgeschoss unverändert. «Ich bin mir sicher, dass wir im Gemeindehaus die Bedürfnisse abgedeckt haben und bis zu 20 Jahre Ruhe haben werden», blickte Baur voraus.

Eine Glocke als Geschenk

Der verantwortliche Architekt Stefan Hegi vom Büro Hegi Koch Kolb + Partner, Wohlen, schilderte seine Aufgaben, ja Knacknüsse, die es zu lösen galt. Er hatte keine Mühe, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Nicht nur, als er bekannt geben dufte, dass die Baukosten eingehalten werden. Stefan Hegi und Bauleiter André Konrad kreuzten auf mit einem Geschenk, einer silbernen Glocke, die mittels Handdruck zu läuten beginnt. Sie ist im Haus gut zu hören, beispielsweise, wenn ein Lernender zur Kaffeepause läutet, aber auch, wenn sie zu beenden ist.

Mit oder ohne Glocke: Der Gemeinderat hat für das Gemeindehaus ein neues Kapitel eingeläutet.

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