«Haubuer Chilbi» verlegt Winter in den Sommer

Hallwil Am übernächsten Wochenende findet die zweite «Haubuer Chilbi» statt. Wie bei der Premiere vor vier Jahren ist bei diesem Dorffest alles «eifach andersch».

<em>So war es vor vier Jahren:</em> Erste «Haubuer Chilbi» mit Schulkindern, die – beobachtet von Erziehungsdirektor Alex Hürzeler – Ballone steigen lassen. Foto: Jiri Reiner
<em>So war es vor vier Jahren:</em> Erste «Haubuer Chilbi» mit Schulkindern, die – beobachtet von Erziehungsdirektor Alex Hürzeler – Ballone steigen lassen. Foto: Jiri Reiner

Die «Haubuer Chilbi» scheint zu dem zu werden, was andernorts die in einem fixen Rhythmus durchgeführten Jugendfeste sind. Schon bei der zweiten Auflage, die am 31. August und am 1. September über die Bühne gehen wird, sieht man das Kultpotenzial einer regelmässigen Veranstaltung. Und wie bei der Premiere 2014 gibt es zwei bewährte Dispositionen: Das Festmotto lautet gleich wie der Gemeinde-Slogan, «eifach andersch», und wieder steht Gemeinderätin Susanne Stumpf dem Organisationskomitee vor.

Weihnachtsguetzli im Sommer

«Wir haben diesmal nicht weniger als acht Festbeizen», vermeldet Stumpf. Und für die mehrheitlich von Dorfvereinen geführten Wirtschaften hat man sich etwas Spezielles ausgedacht: «Die einzelnen Beizen sind mit unserem Brauchtum verbunden», so die OK-Präsidentin. Weil sich die hier besonders gepflegten Bräuche auf den Winter konzentrieren, kommt es zu originellen Konstellationen: So gibt es in der Kaffeestube des Frauenvereins, die das «Weihnachts-Chindli» thematisieren, mitten im Sommer Weihnachtsguetzli.

Neben dem reinen Festbetrieb zeichnet sich die «Haubuer Chilbi» durch aussergewöhnliche Programmpunkte und die Präsentation von bleibenden Werten aus. Am frühen Freitagabend wird mit der Enthüllung eines Lehrlingsprojektes (2014 war es der spezielle Kreiselschmuck) und der Festrede, diesmal gehalten von Kantonsförster Alain Morier, das Festwochenende so richtig lanciert.

Am Samstagmorgen kommt es zu einem Grenzmarsch, auf dem man viel Wissenswertes vernehmen kann. Gemäss Susanne Stumpf gibt es da zwei verschiedene Routen: Auf der grösseren Runde geht es um die Landwirtschaft, auf der kleineres um «Alt und Jung», wobei der Tag der offenen Tür des neuen Spitex-Stützpunkts integriert wird.

Der Nachmittag steht mit dem Familienparcours im Zeichen der Kinder. Auch Auswärtige können teilnehmen; es warten attraktive Preise. Auf die Jüngsten warten auch Ponyreiten und viele verschiedene Hüpfburgen.

Wie vor vier Jahren ist auch diesmal das Unterhaltungsprogramm vom Samstagabend «hausgemacht»: Verschiedene lokale oder regionale Gruppen treten im Festzentrum auf dem Sportplatz auf, ehe Rock ’n’ Rolf den musikalischen Schlusspunkt unter die beiden Festtage setzt.

Höhepunkte der «Haubuer Chilbi». Freitag, 31. August. 18.30 Uhr: Enthüllung Lehrlingsprojekt und Festrede. 20.15 Uhr: Konzert. – Samstag, 1. September. 9.15 Uhr: Grenzmarsch. 13.30 Uhr: Familienparcours. 19 Uhr: Regionale Auftritte.

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