Grenzenlose Projektwoche

Erstmals haben die Schulen von Dürrenäsch und Leutwil gemeinsam eine Projektwoche durchgeführt. Gelernt wurde da auch fürs Leben.

Zaubern im Klassenzimmer: Schüler aus Dürrenäsch und Leutwil bei der gemeinsamen Projektwoche.
Zaubern im Klassenzimmer: Schüler aus Dürrenäsch und Leutwil bei der gemeinsamen Projektwoche.

Während die älteren Schüler sich im Skilager verweilten (siehe unten), konnten die Daheimgebliebenen von Kindergarten bis zur 6. Klasse erstmals an einer gemeinsamen Projektwoche der beiden Primarschulen von Dürrenäsch und Leutwil teilnehmen.

Durch den erstmaligen Zusammenschluss wurde das Angebot vielfältiger, wie der Dürrenäschen Schulleiter Bruno Hartmann bei einem Augenschein festhielt. Die rund 140 Kinder konnten sich gemäss ihren Neigungen für einen der zehn Kurse anmelden: «Sie konnten aus drei Themen auswählen», so Hartmann.

Hogwarts im obersten Stock

So verteilten sich die Kinder aus den beiden Dörfern bunt gemischt auf die beiden Schulhäuser in Dürrenäsch und Leutwil. Das Spektrum der Kurse reichte von Spiel und Sport über Eulengeschichten mit «Kimi Kauz und Co.» bis hinzu «Hände», «Unsere Vogelwelt», «Wellnessoase» und «Zaubereien».

Das oberste Stockwerk des Dürren-äscher Schulhauses verwandelte sich für eine Woche in Hogwarts. Wie bei der berühmten Zauberschule aus den Harry-Potter-Büchern lernten die Kinder hier allerlei Zaubertricks. Schon am zweiten Tag konnten die ersten Kunststücke Besuchern demonstriert werden. Schulleiter Hartmann stellte sich noch so gerne als Versuchskaninchen zur Verfügung.

Die klassenübergreifenden Kurse beinhalteten teilweise Exkursionen. Die Teilnehmer von «Unsere Vogelwelt» machten nicht nur Abstecher in den Wald, son- dern besuchten die Schweizerische Vogelwarte in Sempach. Beim Kurs «Spiele» in Leutwil wurden nicht nur bekannte Kinder- und Gesellschaftsspiele ausprobiert, sondern ein Spiel selbst gebastelt.

Die koordinierte Projektwoche war an einer Sitzung der beiden Schulpflegen Dürrenäsch und Leutwil zur Sprache gekommen. Mit relativ schlanken Strukturen wurde die Idee in die Tat umgesetzt. An einer gemeinsamen Sitzung der Lehrpersonen wurden die angebotenen Themen besprochen. «Da wurde auf die Wünsche und Neigungen der Lehrpersonen Rücksicht genommen», so Schulleiter Hartmann.

Die Bilanz dieser Premiere fiel positiv aus. Man kam sich auf Stufe Behörden, Lehrpersonen und Schüler näher. Ein Ausspruch eines jungen Dürrenäschers, der einen Kurs im Nachbarort besuchte, veranschaulicht dies konkret: «Ich habe diese Woche gelernt, selbstständig den Bus zu benützen.»

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