Gespensternacht mit Peter Weingartner

Seengen Der Luzerner Autor und Schriftsteller Peter Weingartner bestritt im gruselig-kalten Schloss Hallwyl mit eigenen Texten die 19. Gespensternacht der Gesellschaft zum Falken und Fisch.

Wusste das Publikum zu fesseln: Autor Peter Weingartner an der Gespensternacht der Gesellschaft zum Falken und Fisch im Schloss Hallwyl.Foto: Fritz Thut
Wusste das Publikum zu fesseln: Autor Peter Weingartner an der Gespensternacht der Gesellschaft zum Falken und Fisch im Schloss Hallwyl.Foto: Fritz Thut

Bereits zum 19. Mal lud der Förderverein von Schloss Hallwyl seine Mitglieder ins eigentlich geschlossene und deshalb ungeheizte Schloss zur Gespensternacht. Dieser traditionsreichste Anlass der «Falken und Fische» soll jeweils einen gruseligen Aspekt beinhalten.

Diesmal sorgte der in Triengen LU wohnhafte Autor und Schriftsteller Peter Weingartner für einige solche Gänsehautmomente. Der frühere Sekundarschullehrer hat sich aufs Schreiben verlegt. Er verfasst weiterhin Artikel für Regionalzeitungen, aber in den letzten Jahren konzentrierte er sich auf Erzählungen, Romane und vor allem Regionalkrimis, wie Gesellschaftspräsident Fritz Thut in seiner Begrüssung und Einführung festhielt.

Spezielle «Waldweihnacht»

Peter Weingartner, als ehemaliger Autor von «Schreckmümpfeli» auf Radio SRF, war prädestiniert für die Gespensternacht. Und er enttäuschte die zahlreichen Zuhörer im zweiten Stock des Vorderen Schlosses keineswegs. Zuerst las er – passend zur bevorstehenden Adventszeit – seinen Kurzkrimi «Waldweihnacht». Das unverhoffte Aufeinandertreffen zweier früherer Klassenkameraden im nächtlichen Wald endete dramatisch.

Der Privatwaldbesitzer Eichenberger lauerte mit der Flinte einem Weihnachtsbäumchendieb auf. Er traf ausgerechnet auf den mittlerweile zum Bauunternehmer aufgestiegenen Mühlebach, der ihn früher in der Schule gehänselt hatte – und zwar mit einem Schuss ins Bein. Nichts Lebensbedrohliches, aber die beidseitigen Erinnerungen an die Schulzeit wurden von Weingartner so träf geschildert, dass das Allzumenschliche bei den Zuhörern oft ein «Auch-schon-erlebt» weckte.

Krimifestival und Kürbissuppe

Den zweiten Teil der Lesung widmete der Schriftsteller seinem neuen Krimi um den Luzerner Kriminalkommissar Anselm Anderhub. In «Heiligblut» besucht der bei Regionalkrimi-Freunden schon Kultstatus geniessende Anderhub als Privatperson das Regionalkrimifestival in Willisau. Prompt segnet dort während der Eröffnungsfeier der Organisator das Zeitliche. Auch hier brillierte Weingartner mit der anschaulichen Schilderung von kommunalen Anlässen, ihren Protagonisten und ihren Marotten. Die Mitglieder der Gesellschaft zum Falken und Fisch genossen die Lesung im Schloss, die noch vor der offiziellen Vernissage stattfand. Beglückt von den zwei subtil-makabren Geschichten dislozierten die «Falken und Fische» ins Schlossbistro, wo sie traditionsgemäss mit Kürbissuppe, Fleisch- und Käseplatten, Brot und Wein verköstigt wurden und den Abend ausklingen liessen.

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