Geprüft, inventarisiert und präsentiert

Zum 10-Jahr-Jubiläum zeigte die IG Hansjakob-Suter-Sammlung (HSS) am Tag des offenen Lagers in Seengen einen Teil ihrer 2500 historischen Gegenstände.

Am Tag des offenen Lagers: Einblick in den Essbereich, wie man ihn früher kannte. Fotos: Alexander Studer

Am Tag des offenen Lagers: Einblick in den Essbereich, wie man ihn früher kannte. Fotos: Alexander Studer

Zeit: Uhrwerk der Kirche Seengen.

Zeit: Uhrwerk der Kirche Seengen.

Der Verein hat die diversen Gegenstände vom Kanton Aargau und der Hallwyl-Stiftung aus dem Schloss übernommen. In mühsamer Kleinarbeit wurden in den letzten Jahren die rund 2500 Gegenstände geprüft, geordnet, inventarisiert und eingelagert. Vorgängig sind die Güter auf eventuelle Schädlinge (Würmer) untersucht, fotografiert und in verschiedene Gruppen eingeteilt worden.

Wie Daniel Humbel, Vorstandsmitglied der HSS und Präsident der Historischen Vereinigung Seetal und Umgebung, erklärte, sind die Gegenstände in vier Hauptgruppen unterteilt worden. Alltagsgegenstände aus dem Haushalt, ländliche Wohnkultur, volkskundliche Objekte und Gegenstände aus Handwerk und Gewerbe. Dank intensiver Mitarbeit vieler Freiwilliger ist dieser Meilenstein erreicht. «Das Resultat mit diesem Tag des offenen Lagers ist ein weiterer Höhepunkt der HSS», sagte Humbel. Ziel sei es nun, in nächster Zeit der Bevölkerung diese Sammlung in attraktiver Art zugänglich zu machen. Dazu müsste eine geeignete Lokalität gefunden werden, was nicht ganz einfach sei, sollten doch die Kosten für die Miete eines grösseren Raumes das Budget nicht allzu sehr belasten, wie er weiter meinte. «Der Verein finanziert sich momentan über die Mitgliederbeiträge und freiwilligen Spenden. Erfreulicherweise unterstützen rund 200 Mitglieder den Verein, es könnten aber noch ein paar mehr sein», erklärte er mit einem Augenzwinkern.

Alte Stehpulte, einen Schlitten, auf dem quer gesessen wurde, sehr alte Bibelexemplare, wunderschöne Puppenstuben, ein Uhrwerk der Kirche Seengen und vieles mehr konnten die Besucher ansehen. Erinnerungsstücke der Tuch- und Strohindustrie sowie der Tabakproduktion waren Zeugen der einst florierenden Zeit rund um das Schloss Hallwyl.

Nur ein kleiner Teil der Stücke, die vor allem aus Boniswil, Hallwil und Seengen stammen, konnten gezeigt werden. Beim Rundgang durch die Ausstellung wurde einem bewusst, welch immenser Aufwand hinter dieser ganzen Arbeit steckte. In unzähligen Kisten, sorgfältig verpackt und nummeriert, lagen noch etliche Exponate für eine vielleicht einmal grössere Ausstellung bereit. In Boniswil und Seengen konnte der Verein HSS bereits grosse Teile der Sammlung der Bevölkerung näherbringen. Es ist den Organisatoren zu wünschen, dass ihre Suche nach einem geeigneten Ausstellungsort von Erfolg gekrönt ist und ihr grosses Engagement für diese einmalige Sache damit belohnt wird.

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