Frühlingsputzete der anderen Art
Wie jedes Jahr machen sich die Hallwilersee-Ranger zur «Seeuferputzete» auf. Im Gegensatz zur den vorhergehenden Jahren hatte die Bevölkerung die Gelegenheit, bei der Putzaktion mitzutun.
Infolge der kurzfristigen Information fand sich leider nur ein Ehepaar aus dem Kanton Luzern zur Putzaktion ein. So wurde das kleine Grüppchen von Rangerchef Bruno Fürst im Restaurant Delphin begrüsst und auf die bevorstehenden Arbeiten eingestimmt. Peter Wyss oblag es dann, die beiden Gruppen einzuteilen.
Eine Gruppe kümmerte sich um den Abschnitt «Delphin» Richtung Seerose und die andere «Delphin» Richtung Brestenberg. Die Reinigung erfolgt deshalb so früh im Jahr, weil die Vegetation noch nicht angefangen hat, ergo das Ufer gut eingesehen und von Unrat befreit werden kann, meinte Fürst.
Erstaunlich, was auf dem kurzen Weg vom «Delphin» zum Arbeiterstrandbad Tennwil von der Bevölkerung alles entsorgt wurde. Dabei hat es jeweils genügend Abfallkörbe entlang der Strecke. Die illegale Entsorgung sei nicht ein Problem der heutigen Jugend, wirft doch auch die ältere Generation Gegenstände gedankenlos irgendwohin, meinte Fürst weiter.
Alles wird weggeworfen
PET-Flaschen, ein Fussball, Papier, Zigarettenstummel, ein Nuggi (das arme Kind!), Kleider, Essensreste und Fischerutensilien – alles wird weggeworfen. Bedenklich ist, dass der Unrat jeweils Richtung See entsorgt wird, was eine Säuberung noch zusätzlich erschwert. Vor allem wird darauf geachtet, dass die Schutzgebiete von Unrat befreit werden, dürfen diese doch von den Besuchern nicht betreten werden.
Ziel der ganzen Aktion ist die totale Säuberung rund um den ganzen Hallwilersee. Dies war leider nicht möglich. In nächster Zeit werden die Ranger noch den Rest des Seeufers nach Abfällen absuchen.
Die Bauämter rund um den See sowie die Hallwilersee Ranger leisten einen grossen Beitrag zum Erhalten der Sauberkeit und Ordnung rund um die Perle des Aargaus. Wünschenswert wäre, dass dies von der Bevölkerung geschätzt würde und dass jedermann mithelfen würde, das Gebiet rund um diese schöne Natur zu achten.
Vielleicht würde eine gross angelegte Säuberungsaktion, zusammen mit den Rangern, der Bevölkerung die Augen öffnen und zu mehr Achtsamkeit zum Wohle der Natur und der Umwelt führen. Einen Versuch wäre es wert.







