Frisch, familiär, nachhaltig

Birrwil Der Dorfmärt ist beliebt, wird er doch mit einem Bücher- oder Flohmärt, mit musikalischer Umrahmung, speziellen Gaumenfreuden oder aber mit einem Kleidertausch ergänzt.

Für die Gulaschsuppe kommt nur Regionales in den Topf: Heiner Dietiker am Vorbereiten der rund 60 Portionen. Foto: Carolin Frei
Für die Gulaschsuppe kommt nur Regionales in den Topf: Heiner Dietiker am Vorbereiten der rund 60 Portionen. Foto: Carolin Frei

Der Kleidertausch feierte heuer am Dorfmärt seine Premiere. «Zweimal haben wir ihn durchgeführt. Er kam gut an, auch wenn sich die Märtbesucher noch etwas verhalten zeigen», sagt Heinz Furter vom OK Dorfmärt. Den Kleidertausch habe man in das Märtprogramm aufgenommen, weil man die Idee von «Kleider weitergeben» gut fände. Ziel bei dieser Aktion ist ja, gleich wie beim «food waste», die Sachen jemanden zu überlassen, der Verwendung dafür hat. Damit möglichst wenig weggeworfen wird. Man muss am Kleidertausch am Dorfmärt übrigens keine Kleider bringen, um dann auch welche mitnehmen zu dürfen. Wer etwas brauchen kann, darf es ungeniert einpacken. Man müsse in einem Dorf – wo sich sozusagen noch alle kennen – nicht damit rechnen, dass sich jemand säckeweise bediene. Was am Märtende keine neuen Besitzer gefunden hat, geht an soziale Einrichtungen.

Nachhaltigkeit hat sich das Organisationskomitee längst auf die Fahne geschrieben. «Wir haben immer jemanden vor Ort, der für das leibliche Wohl sorgt. Die Speisen landen jedoch nicht auf Wegwerfgeschirr, sondern auf Porzellantellern. Teller, die wir allesamt vom Brockenhaus bekommen haben», sagt Furter. Das schmutzige Geschirr wird von Furter und seiner Frau dann Zuhause abgewaschen und für den nächsten Einsatz bereit gemacht. Am zweitletzten Märt-event stand Gulasch auf der Karte, das in der Gulaschkanone zubereitet wurde. Selbstverständlich ausschliesslich mit Zutaten aus der Region. «Nur die Gewürzmischung ist ein «Fremdprodukt», sagt Heiner Dietiker lachend.

An den 15 klassischen Märtständen wird allerlei Gluschtiges, aber auch Gestricktes, selbst Kreiertes, Bilder, Schmuck und anderes mehr feilgeboten. Bei Märtende ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich alle unter die Arme greifen. «Sogar die Gäste, die etwa das Gulasch oder ein Raclette oder eine Grillwurst genossen haben, helfen mit.» Wer sich persönlich von diesem familiären Ambiente überzeugen möchte, hat am 20. November am Dorfmärt mit Härdöpfelmärt Gelegenheit dazu.

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