Den Hallwilersee sauber halten: Ranger-Edition

Seetal Das Aufgabengebiet eines Rangers ist vielseitig. Nicht zuletzt leisten die Hall wilersee-Ranger einen grossen Beitrag zur Sauberkeit des Hallwilersees. Denn ein Thema nimmt nach wie vor viel Raum ein: das Littering.

Littering ist noch immer ein grosses Problem rund um den Hallwilersee. Foto: zvg

Gemäss Leiter Rangerdienst Peter Wyss zählen zu den Ranger-Hauptaufgaben Aufsicht und Information. Wyss nennt diese Tätigkeit «die pädagogische Kommunikation». Diese umfasst indirektes Beobachten, Führen und Leiten. Nur ein Schild reiche leider nicht aus. Man müsse die Leute aktiv darauf aufmerksam machen, beim Aufbruch alles Mitgebrachte wieder mitzunehmen. «Es ist manchmal frustrierend, immer dasselbe sagen zu müssen. Aber es gehört zu unseren Aufgaben dazu», sagt Wyss. Obwohl Ranger keine Befugnis zur Bussenerteilung haben, weisen sie Personengruppen daraufhin, dass es für Abfallsünder Anzeigen geben kann. In der Hochsaison werden Ranger teilweise von der Polizei auf der Patrouille begleitet. Häufig müsse die Polizei informiert werden.

Die Lage ist besser, aber noch nicht gut

In den zwölf Jahren, in denen Peter Wyss bereits als Ranger am Hallwilersee tätig ist, habe sich das Thema Littering extrem verbessert. «Damals ging es noch ganz anders ab.» Heute sei es oft das böse Erwachen am Morgen, da Abfallsünder häufig nicht auf frischer Tat ertappt werden können. Deshalb gilt für den Rangerdienst das ganze Jahr über: Am Montagmorgen wird aufgeräumt. Dazu gehören Littering und wilde Feuerstellen, die jedoch enorm zurückgegangen seien. Die gröbsten Abfälle entsorgen die Werkhöfe. «Wir müssen Hand in Hand arbeiten, sonst schaffen wir das nicht», so Wyss. An Spitzentagen seien bis zu 10000 und mehr Personen am See – das gebe eine Menge Abfall. Darunter auch Campingstühle, Tische und Paddles, welche einfach liegen bleiben. Laut Wyss behaupten viele Leute, dass es mehr Abfalleimer rund um den See herum bräuchte. Der Leiter des Rangerdienstes gibt zu bedenken: «Je mehr Abfalleimer, desto mehr Abfall.»

Der richtige Zeitpunkt ist bedeutend

Um die Natur am See zu schützen, setzten Ranger auch jene Personen in Kenntnis, die sich in den Schutzzonen bewegen. An den Uferzonen müsse man mit den Arbeiten Mitte Januar fertig sein, wegen der Brutzeit der Wasservögel. Dort sollte von Februar bis Frühsommer nichts gemacht werden. Wyss klärt einen Irrtum auf: «Viele glauben, dass man putzen sollte, bevor die Saison beginnt. Stattdessen muss man dann putzen, wenn die Saison zu Ende ist – also im Herbst.»

Nach der Sommersaison veranstalten die Hallwilersee-Ranger gemeinsam mit regionalen Vereinen eine Seeuferputzete anlässlich des World Clean-up Days am 20. September. «Das wird ein grosser Anlass», sagt Wyss. Am 26. Juli, dem World Ranger Day, organisiert der Verein einen Infostand im Schloss Hallwyl. «Wir schätzen es, wenn Leute kommen und Sensibilisierung stattfindet.»

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