Farben, Formen, Stimmungen von Kurt Hediger
Der Aargauer Kunstmaler Kurt Hediger stellt in der Galerie Del Mese-Fischer in Meisterschwanden Bilder aus seiner 60-jährigen Schaffensperiode aus. Am 6. November feiert der Reinacher Künstler seinen 85. Geburtstag.
Der Reinacher Kunstmaler Kurt Hediger hat für seine neuste Ausstellung rund hundert Gemälde ausgewählt. 1957 steht auf der Rückseite des ältesten der Bilder. Eine Landschaft aus Rothrist ists, dort ist Kurt Hediger aufgewachsen. Seit über 60 Jahren hält der Maler unermüdlich auf Leinwand und in Skizzenbüchern fest, was ihn bewegt, was ihm auffällt. Farben, Formen, Lichtstimmungen und Gesichtszüge von Menschen.
Kurt Hediger blickt auf ein bewegtes Künstlerleben zurück, das ihn in ganz verschiedene Regionen der Schweiz, ins Ausland und in andere Kontinente geführt hat.
Nie erlöschende Neugierde
Er hat sich nie ausschliesslich einer Disziplin gewidmet, sondern er hat mit seiner nie erloschenen Neugierde und Schaffenskraft immer die ganze Vielfalt gesucht. Die Vielfalt der Jahreszeiten, die Vielfalt von Stillleben und die Vielfalt des Ausdrucks in menschlichen Gesichtern. Auch die für Hediger charakteristischen Winterlandschaften fehlen in der Ausstellung nicht. «Malen im Winter, das hat sich ergeben», sagt Hediger, «der Schnee, die völlig anderen Strukturen der verschneiten Landschaft haben mich immer bewegt.»
Hediger hielt sich in jüngeren Jahren häufig im Ausland auf. So malte er in Paris, in Wien und Prag. Auch in Griechenland hat er gelebt und gearbeitet. Für ihn besonders unvergesslich sind die Reisen nach Südamerika, die ihn 1977 und 1980 nach Ecuador, Bolivien, Peru und Kolumbien führten. Einige Bilder mit ihren eigenen, intensiven Farben aus dieser Epoche zeigt er jetzt in Meisterschwanden. Weitere Reisen führten nach Nordamerika, Neuseeland, Guatemala, in den Jemen, nach Indien, Afrika und Russland.
Hediger hat in diversen Galerien in der Schweiz, in Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien ausgestellt.
Einschränkungen
Kurt Hediger verschweigt nicht, dass ihn heute gesundheitliche Einschränkungen, welche ihm das Alter auferlegt, daran hindern, so zu arbeiten, wie er es sich eigentlich wünschte. Doch er arrangiert sich, beschränkt sich auf kleinere Formate, arbeitet vermehrt zu Hause im Atelier. In seinen Skizzenbüchern findet sich ein grosser Fundus zum Aufgreifen.
Als Atelier- oder Ausstellungsbesucher gerät man ins Staunen, wenn man erlebt, wie Hediger praktisch bei all seinen Bildern und Skizzen noch viele Details zu deren Entstehung präsent hat. Das Malen sei seine Passion, durchdringe sein Leben. Das erklärt auch seinen Wunsch: «Ich möchte meine Neugierde behalten und malen können, so lange, bis mir dann einst der Pinsel aus den Händen fällt.»
Kurt Hediger – Bilder. 28. Oktober bis 3. Dezember. – Galerie Del Mese-Fischer, Seefeldstrasse 10, 5616 Meisterschwanden. – Geöffnet: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 17 Uhr. – Vernissage: Samstag, 28. Oktober, 14 bis 17 Uhr; es spricht: Pierre Combernous, ehemaliger Schweizer Botschafter. – Sonntag, 19. November, 16 Uhr: Lesung von Klaus Merz, musikalisches Zwischenspiel: Eva Lehnherr, Cello.







