Esskultur verschiedener Länder kennengelernt

Birrwil Letzte Woche führte die Schule parallel zum Schneesportlager der Mittelstufenschüler die Projektwoche «Spielend Kochen» für die Kindergärtler und Erst- bis Drittklässler durch.

<em>Selbst gemacht schmeckt sogar Gemüse:</em> Projektwoche «Spielend Kochen» bei Kindergarten und Unterstufe Birrwil. Foto: zvg
<em>Selbst gemacht schmeckt sogar Gemüse:</em> Projektwoche «Spielend Kochen» bei Kindergarten und Unterstufe Birrwil. Foto: zvg

In der Projektwoche wurde der Blick auf unterschiedliche Esskulturen auch über die Landesgrenze hinaus auch in fremdländische Kochtöpfe gerichtet. In einem der vier Workshops lernten die Kinder den Weg kennen vom Korn zum Brot: Sie kauten verschiedene Sorten von Getreidekörnern, mahlten Dinkel-, Weizen- und Roggenkörner zu Mehl, mischten und kneteten den Teig, backten daraus verschiedene feine Brötchen und erfuhren so, wo ihr Zmorgebrot herkommt.

Oder sie erfuhren «orientalischen Genuss», feine Gewürze und Gerüche und eine sinnliche Tafel beim Essen auf dem Teppich statt wie gewohnt am Tisch. Mit dem «Suppenkasper vom Balkan» lernten sie neben der Zubereitung der Speisen auch, wie man den Tisch deckt und schön dekoriert.

Für das «Essen wie am Mittelmeer» wurden süsse Speisen, selbst gemachte Teigwaren, fruchtige Spiesse, salzige Gemüsetierfiguren und feine Drinks zubereitet und die Kinder erfuhren einiges über die Herkunft von Gemüse und Früchten, die Ökologie und die Problematik um «reisende Esswaren».

Genuss beim gemeinsamen Znüni

Jeder Tag startete mit dem ProWoRap. Jeder Workshop war in einem andern entsprechend eingerichteten und liebevoll passend dekorierten Schulzimmer untergebracht. Kindergärtler und Schüler waren klassenübergreifend in vier Gruppen aufgeteilt und besuchten so jeden Morgen einen anderen Workshop.

Nach all dem Kneten, Pürieren, Schnetzeln, Würzen und Kochen wurden dann die Kreationen beim gemeinsamen Znüni verzehrt, was mit besonderem Genuss geschah. Danach wurde gemeinsam gespielt. Die Grösseren unternahmen am Montagnachmittag einen Ausflug in den Wald, wo sie ihr Zvieri brätelten. Am Donnerstag stand für alle der Besuch einer Schoggi-Manufaktur in Wohlen auf dem Programm, was auch wieder mit einigem interessantem Experimentieren verbunden war.

So machten alle ihre ganz eigenen Erfahrungen. Zum Beispiel, dass einem die selbst gemachte Suppe am besten schmeckt oder dass einen Film schauen und selbst gemachtes Popcorn essen Spass machen.

Auch die Vorbereitung auf den Ausflug nach Wohlen kam gut an. «Guet, dass mer scho öppis gwüsst händ über d Schoggifabrik», war der Kommentar. Aber ob jetzt die Würstli in der Suppe, die Brot-Igeli oder was auch immer am besten gefielen, die Kinder waren die ganze Woche weg vom Alltag sehr motiviert und mit Freude dabei. Ein Mami wurde gefragt, warum sie eigentlich nie serbische Bohnensuppe koche. «Sone cooli Projektwuche», hiess das Fazit.

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