«Es lebe der Meitlisonntag»

Seetal Mit jeweils zwei kleinen Anlässen sorgten die Frauen von Fahrwangen und Meisterschwanden dafür, dass der Meitlisonntagsbrauch nicht vergessen geht.

Austrommeln auf dem Meisterschwander Dorfplatz: Der Vorstand mit Corina Ettlin, Sabrina Siegrist, Sarah Hunziker, Delphine Schmitt, Sandra Meneghin und Pia Ingold. Foto: Fritz Thut

Austrommeln auf dem Meisterschwander Dorfplatz: Der Vorstand mit Corina Ettlin, Sabrina Siegrist, Sarah Hunziker, Delphine Schmitt, Sandra Meneghin und Pia Ingold. Foto: Fritz Thut

Stimmungsvoll: Donnerstägliches Eintrommeln auf dem Fahrwanger Bärenplatz. Foto: Fritz Thut

Stimmungsvoll: Donnerstägliches Eintrommeln auf dem Fahrwanger Bärenplatz. Foto: Fritz Thut

Symbolische Rückgabe der Macht: Die Meisterschwander Präsidentin Delphine Schmitt zerschneidet den Eierzopf. Foto: Fritz Thut

Symbolische Rückgabe der Macht: Die Meisterschwander Präsidentin Delphine Schmitt zerschneidet den Eierzopf. Foto: Fritz Thut

Das wollten die Frauen in Fahrwangen und Meisterschwanden nicht zulassen: zwei Jahre ganz ohne Meitlisonntagsaktivitäten. Nachdem 2021 alle Elemente des Oberseetaler Brauchs ausgefallen waren, wurde diesmal immerhin ein Minimalprogramm geboten. Jeweils Eintrommeln am Donnerstag und Austrommeln mit Eierzopfverteilen am Sonntag.

Man habe mehrere Anläufe für die Organisation der Meitlitage unternommen und die Konzepte laufend an die Coronarahmenbedingungen angepasst, verriet die Fahrwanger Co-Präsidentin Priska Lauper. Alles vergebens? Wie die Vorfahrinnen vor 310 Jahren wolle man weiterkämpfen. Auf die Mithilfe der Seetaler Frauen am Zweiten Villmergerkrieg geht der Brauch zurück. Jedes Jahr übernehmen die Frauen nun drei Tage die Regentschaft in den beiden Dörfern.

Mit dem Miniprogramm wolle man «ein Zeichen setzen, dass der Brauch nicht vergessen geht», so die Meisterschwander Präsidentin Delphine Schmitt. Wenn Beizenbummel, Tanz und Männerfang nicht toleriert seien, liessen sich die Fahrwangerinnen und Meisterschwanderinnen während dreier Tage von ihren Männern halt besonders verwöhnen, hielten die beiden Vorsitzenden am Donnerstag fest.

Am Sonntag wars mit der Herrlichkeit schon wieder vorbei. Mit dem Verteilen des Eierzopfs gaben die Meitli die symbolische Macht wieder zurück. Dies nicht ohne kämpferischen Schlussaufruf von Delphine Schmitt: «Es lebe der Meitlisonntag.»

Dazu gehören auch die Tambourinnen, die gerne neue Trommlerinnen aufnehmen. Interessentinnen können sich bei Leiterin Marion Nafzger (Telefon 079 753 46 53) melden.

In zwei Jahren wieder ein Umzug

Die Hoffnung war omnipräsent, dass 2023 alles wieder traditionell abläuft. Bis zu jenen Generalversammlungen sollten sich die beiden Vorstände auf ein Motto geeinigt haben, steht doch in zwei Jahren wieder ein grosser Umzug an.

Weitere Artikel zu «Seetal-Lindenberg», die sie interessieren könnten

Glace gut, alles gut: Zufriedene Frauen an der  «Handtäschlireise».Foto: zvg
Seetal-Lindenberg20.05.2026

Ciao Bellinzona

Leutwil Auf der diesjährigen Einladung zur «Handtäschlireise» des Frauenturnvereins Leutwil standen nur «Fahrt ins Blaue» und die Eckdaten zur Abfahrts- und…

Wenige verdienen es mehr: Nach 36 Jahren im Dienste des Hallenbades geht Roger Fuchs in den Ruhestand.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg20.05.2026

36 Jahre am Beckenrand – Roger Fuchs verabschiedet sich

Seon Seit 36 Jahren gehört er zum Hallenbad wie das Wasser ins Becken: Roger Fuchs. Ende Mai tritt er in den Ruhestand und mit ihm verabschiedet sich ein Stück…
Stefan Neupert, Bieneninspektor und Hornissenexperte, schulte die Imker zur Asiatischen Hornisse.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg20.05.2026

Seetaler Imkerschaft bildet sich weiter: Die Asiatische Hornisse ist gekommen, um zu bleiben

Egliswil Auch 125 Jahre nach der Gründung des Vereins Bienenzüchterverein Aargauisches Seetal bilden sich die Imkerinnen und Imker regelmässig weiter. In den…