Erster Bus kommt angefahren

Geschichtsträchtiger Eintrag in die Dorfchronik von Leutwil. Punkt 6.42 Uhr am Samstagmorgen, 15. Juli, fährt der erste Regionalbus von Teufenthal her kommend die Bushaltestelle auf dem fertig umgestalteten Dorfplatz an.

Hätte einen Schönheitspreis verdient: Der neue Dorfplatz in Leutwil. Foto: AG
Hätte einen Schönheitspreis verdient: Der neue Dorfplatz in Leutwil. Foto: AG

Die Umbauarbeiten am Dorfplatz Leutwil sind abgeschlossen. Der Deckbelag ist eingebaut, die Markierungen sind angebracht und die orangen Umleitungstafeln weggeräumt. Der Dorfplatz darf nach einem Jahr wieder uneingeschränkt befahren werden. Vorbei die Zeit, als es an der Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer mangelte, ein beschädigter Belag befahren werden musste, eine kranke Linde mitten auf dem Dorfplatz stand und ein defekter Brunnen auf die Reparatur wartete. Gesamtprojektleiter Philipp Schnyder vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, die Bauleute und die Gemeinde haben ganze Arbeit geleistet. Und dies unter rollendem Verkehr und bei ununterbrochenem Schulbetrieb im angrenzenden Schulhaus.

Die Gemeinde Leutwil hat die Chance gepackt, im Zusammenhang mit dem Ausbau der Kantonsstrassen den Dorfplatz zu sanieren und die Werkleitungen zu erneuern. Der Wendeplatz für den Bus stellte ein Provisorium dar und erwies sich wegen des erforderlichen Rückwärtsfahrens als gefährlich. Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Der Dorfplatz mit der verschobenen Bushaltestelle präsentiert sich sicherer, grüner und wohnlicher. RBL-Buschauffeuse Sandra Hatt wünscht sich allerdings, dass die Autolenker langsamer über den Platz fahren.

«Die hervorragende Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen hat zur überzeugenden Dorfplatzgestaltung geführt», sagt Gemeindeammann Walter Scheurer. Für die Busbenutzer wurden ein Buswartehäuschen und ein Velounterstand gebaut. Kein Element bis hin zu den Wanderwegweisern wurde vergessen: Die junge Linde hat neben sechs heranwachsenden Bäumen einen zentralen Platz gefunden, ein neuer Brunnen plätschert, 14 Parkplätze können angefahren werden und Holzbänke ermöglichen Begegnungen. Gibt es eigentlich einen Schönheitspreis für Dorfplätze?

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