Energieplan wurde vorgestellt

Gut besuchter Infoabend: Vizeammann Otto Walti sowie fünf Fachpersonen informierten über die Energiezukunft in der Gemeinde.Foto: Andreas Walker

Seon Am 30. April informierte der Vizeammann mit fünf Fachleuten über die Energie-Zukunft in Seon. Vizeammann Otto Walti begrüsste die Anwesenden. Darauf folgten Referate von Nadin Schweizer, Projektleiterin Wärme von Reneva Zürich, Markus Amrein, Energieberater des Kantons Aargau, Raoul Kuprecht, Bauverwaltung Seon, Sandro Marquardt, Technische Betriebe Seon, und Benno Döbeli, Kraftwerk Sigismühle Seon. Folgende Themen wurden präsentiert: Energieplan Seon, Heizungsersatz, Smartmeter und Förderprogramme.

Sowohl der Bund als auch der Kanton Aargau verfolgen das Netto-null-Ziel bis 2050. Daran orientiert sich auch die Gemeinde. Deshalb wurde für die Umsetzung eine Arbeitsgruppe gebildet, die den Energieplan für die Gemeinde Seon ausarbeitete. Bis 2050 sollen die Treibhausgasemissionen auf dem Gemeindegebiet Seon Netto null betragen. Deshalb sollen in den Sektoren Gebäude und Verkehr die Treibhausgasemissionen dank erneuerbaren Energieträgern gesenkt werden. Der Anteil erneuerbarer Energie an der Wärmeversorgung soll bis 2035 auf mindestens 75 Prozent erhöht werden, was die CO2-Emissionen für Heizen und Warmwasser mindestens halbiert. Zudem soll die installierte Leistung von Photovoltaik 2035 mindestens 25 MWp betragen.

Der totale Wärmebedarf von Seon liegt heute bei rund 57 GWh, wobei aktuell über die Hälfte des Wärmebedarfs durch fossile Energien bereitgestellt wird. Der wirtschaftlichste Weg, das Netto-null-Ziel im Gebäudepark zu erreichen, besteht darin, dass bei jedem Heizungsersatz in den nächsten 25 Jahren auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien gewechselt wird. Mit diesen Massnahmen sollte bis ins Jahr 2050 der Wärmesektor in Seon komplett dekarbonisiert sein.

2023 betrug der Stromverbrauch in Seon 40,9 GWh, wobei 95 Prozent des Stroms vor allem durch Wasserkraft und Photovoltaikanlagen produziert wurde. Das Bundesamt für Energie berechnete das Solarpotenzial in der Gemeinde Seon auf 50,7 GWh/pro Jahr auf Dächern und auf 65 GWh/Jahr auf Dächern und Fassaden. Dies zeigt, dass in Seon noch ein grosses Potenzial zur Stromgewinnung aus Photovoltaikanlagen vorhanden ist. Durch die Zunahme von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen ist eine steigende Stromnachfrage zu erwarten.

Bevor der Energieplan definitiv verabschiedet wird, erfolgte diese Orientierung, um von der Bevölkerung den Puls zu fühlen. Am Schluss des Anlasses fand ein Apéro statt, bei dem sich die Anwesenden noch rege austauschten. Falls in der Bevölkerung noch wichtige Anliegen bestehen, können diese noch während rund 30 Tagen bei der Gemeindeverwaltung gemeldet werden.

Andreas Walker

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