Einsamer, gelangweilter König

Zum Abschluss des Schuljahres zeigten Kindergarten und Primarschule von Fahrwangen das aufwendig einstudierte Musical vom «König in der Kiste».

In einem schönen Gewand: Der König des Musicals.Foto: zvg

In einem schönen Gewand: Der König des Musicals.Foto: zvg

Gut inszeniert und packend dargeboten: Das Musical «Der König in der Kiste» von Kindergarten und Primarschule Fahrwangen. Foto: zvg

Gut inszeniert und packend dargeboten: Das Musical «Der König in der Kiste» von Kindergarten und Primarschule Fahrwangen. Foto: zvg

Das Bilderbuch «Der König in der Kiste» von Norbert Landa und Sophie Schmid (Sauerländer-Verlag) handelt von einem König, der nie zufrieden und glücklich ist. Erst als er alles verliert, wird ihm bewusst, was er hatte.

Die Geschichte wurde vom Kindergarten und der Primarschule in Fahrwangen mit knapp 200 Kindern umgesetzt. Schnell war klar, dass eine grosse Kiste, eine Blumenwiese und Darbietungen her mussten, die den König aufheitern sollten.

In der Projektwoche arbeitete jede Klasse unter der Leitung der Lehrpersonen mit Eifer an den Choreografien, Kostümen, Texten und Liedern. Viele Schüler zeigten auch ihr musikalisches und schauspielerisches Talent. Slava Kästli (Englischlehrerin) und Franz Frosch (Schulleiter) führten Regie. Für das Bühnenbild war Urs Gerber (Werklehrer) verantwortlich.

Langeweile nur für den König

Die Aufführung begannen die Kindergartenklassen mit einen Blumentanz; gefolgt von Käfern und Bienen, die herumflogen, und Fröschen, die am Teich quakten und hüpften. Aber der König konnte durch nichts aufgeheitert werden. Alles störte ihn.

Da hatte der Kobold die zündende Idee, alles, was dem König nicht gefiel, in die Kiste zu werfen. Der König liess die Bauarbeiter (EK) eine Kiste bauen. Die Darbietungen gingen weiter mit den Füchsen (EK), den Schmetterlingen (1. Klasse), den Zwergen (2. Klasse), den Gauklern (3. Klasse), den Lollipops (4. Klasse), den Boomwhackers (5. Klasse) und der Miniplayback-Show (6. Klasse).

Des Königs Langeweile blieb und er ärgerte sich über jede Darbietung, so- dass er schliesslich alle in die Kiste schickte. Am Ende war der König mit der Königin und dem Gefolge sehr einsam. Da holte er alle wieder aus der Kiste heraus.

Das Kistenlied, nach der Melodie von Yellow Submarine, gab dem Stück den roten Faden. Das Musical wurde von Gitarrenlehrer Agileu Motta und einigen seiner Schüler tatkräftig unterstützt. Eine wirklich gelungene, farbenfrohe Darstellung, die das Schuljahr abrundete. Das Publikum applaudierte, klatschte zum Lied mit und konnte auch spontan lachen, was beweist, ein Kindertheater ist lebendig und trifft die Herzen der Menschen.

Zuschauer waren begeistert

Das Publikum war begeistert – die Augen leuchteten. Gefallen haben auch das schöne Bühnenbild mit der Blumenwiese und der Kiste und der Königsmantel (von Textilwerklehrerin Heidi Schönenberger). Total sahen 500 Personen die zwei Vorstellungen. (hsc)

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